Walter Clénin
Geboren 1897.
Gestorben 1988.
Walter Clénin (19. Februar 1897, Tschugg – 2. Juni 1988, Ligerz) war ein Schweizer Künstler, der als Maler, Wandmaler und Lehrer für bildende Kunst tätig war.
Sein Werk umfasst Gemälde, Wandmalereien, Mosaiken, Lithografien und Zeichnungen.
Er erhielt seine Ausbildung an Berufs- und Kunstschulen in der Schweiz und besuchte zunächst die Gewerbeschule Bern (1913–1914) und anschliessend die École des beaux-arts de Genève (1913–1915). Nach dem Ersten Weltkrieg reiste er nach München, Wien, Paris, Italien und Tunesien und erhielt 1921 und 1922 eidgenössische Kunststipendien.
Beruflich wird Clénin zu den aktivsten Wandmalern der Schweiz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezählt. So schuf er 1934 unter anderem ein Wandgemälde für den Hörsaal (Aula) der Universität Bern.
1937 führte er ein Fresko für den Schweizer Pavillon an der Pariser Weltausstellung aus; die spätere Behandlung dieser Wand löste Kontroversen aus und führte 1983 zu einem Eingriff. Zwischen 1940 und 1947 schuf er zudem Wandmalereien für Schulgebäude und für das Bundesbriefmuseum.
Von 1945 bis 1956 lebte er in Biel. 1956 wurde er zum Professor für Architekturmalerei und Wandmalerei an der Rijksakademie in Amsterdam ernannt. 1966 kehrte er mit seiner zweiten Ehefrau, Christina Jolanda Petronella (geb.
van den Ende), in die Schweiz zurück und engagierte sich danach für den Denkmalschutz und die Erhaltung von Baudenkmälern.
Die Gemeinde Ligerz verlieh ihm 1977 die Ehrenbürgerwürde. Er war Mitglied der Berner Sektion der Gesellschaft Schweizerischer Maler, Bildhauer und Architekten. Zu seinem Umfeld gehörten unter anderem Jakob Probst und Traugott Senn.
Sein Werdegang verbindet ein vielfältiges Schaffen – Malerei auf Bildträgern, Wandgestaltungen und grafische Techniken – mit einer internationalen Lehrtätigkeit und einem späteren Engagement für das bauliche Erbe.