Waldemar Fink
Geboren 1883.
Gestorben 1948.
Waldemar Fink (auch «Waldo» Theophil Fink), geboren am 9. Mai 1948 ebenda, war ein Maler, dessen dokumentierte Tätigkeit hauptsächlich in der Schweiz stattfand. Nach einer Lehre als Dekorationsmaler übte er eine Tätigkeit aus, die Malerei und dekorative Malerarbeiten verband.
Von 1909 bis 1922 lebte er in Adelboden; anschliessend zog er nach Bern, wo er weiterhin tätig war.
Sein Werk konzentriert sich auf Gebirgslandschaften, ein wiederkehrendes Thema, das durch zahlreiche datierte und lokalisierte Gemälde belegt ist. Bereits 1908 ist eine 'Herbstliche Berglandschaft' (Öl auf Leinwand, 31 × 57 cm) verzeichnet, gefolgt von Winterlandschaften aus der Umgebung von Adelboden aus den Jahren 1911 und 1912. 1920 entstand 'Sommertag an der Aare bei Worblaufen' (59 × 80 cm), während 1924 grosse Gemälde mit Ansichten von Grindelwald ausgeführt wurden, darunter 'Junimorgen bei Grindelwald' und 'Herbstnachmittag bei Grindelwald'.
Die Jahre 1927–1928 umfassen Ansichten des Matterhorns und seiner Umgebung (zum Beispiel Findelen und den Findelengletscher). Weitere Werke aus den Jahren 1929 und 1934 — darunter 'Märzsonne im Lauterbrunnental' und 'Thunersee mit Niesen' — belegen ein über mehrere Jahrzehnte reichendes Schaffen. Ein auf Juni 1942 datiertes Gemälde, 'Am Fussweg Ferden‑Kippel', wird gemäss der eingesehenen Dokumentation als im Lötschentaler Museum (Kippel) aufbewahrt aufgeführt.
Stilistisch weisen die Einträge auf einen Ausgangspunkt hin, der von einem Segantini verwandten Impressionismus geprägt war, gefolgt von einer Entwicklung hin zu einem gröberen Pinselstrich und einer persönlicheren Behandlung. Zeitgenössische marktbezogene Einträge vermerken zudem eine tonale Entwicklung nach der Vorkriegszeit und sprechen von einer helleren Palette und stärkeren Kontrasten. Er stellte regelmässig in Bern aus und zeigte laut derselben Quelle auch Werke in München.
Sein Tod wurde am 21. Mai 1948 in der Zeitung Der Bund bekannt gegeben, die zudem ein Porträt veröffentlichte. Nebenbei sei erwähnt, dass er am 26.
Januar 1920 an einem Skirennen in Adelboden teilnahm und den sechsten Platz belegte. Ein SIKART-Eintrag fasst die wichtigsten ermittelten biografischen und dokumentarischen Angaben zusammen und dient als Online-Referenz für dieses Dossier.
Insgesamt beschreiben die zusammengetragenen Angaben einen Maler, der sich über vier Jahrzehnte der Erforschung alpiner Landschaften widmete und dessen stilistische Entwicklung durch datierte Werke sowie Hinweise auf lokale Ausstellungen belegt ist.