Robert S. Gessner
Geboren 1908.
Gestorben 1982.
Robert Salomon Gessner, allgemein als Robert S. Gessner zitiert, wurde am 20. Dezember 1982 in Locarno.
Sein Schaffen umfasst, wie aus den verfügbaren Einträgen hervorgeht, verschiedene Bereiche — Illustration, Ausstellungsgestaltung, Reliefs, Fresken sowie die Gestaltung von Kostümen und Bühnenbildern — und zeugt von einer vielseitigen, auf konkrete Anwendungen des Bildes ausgerichteten Praxis.
Nach einer praktischen Ausbildung zum Schaufensterdekorateur im Warenhaus Jelmoli in Zürich (1925–1927) wandte er sich einem formalen Kunststudium zu. Von 1927 bis 1931 besuchte er die Kunstgewerbeschule Zürich, zunächst die Klasse von Alfred Johann Altherr und anschliessend die Grafikklasse, wo er unter der Leitung von Lehrern wie Walter Roshardt, Ernst Keller, Karl Otto Hügin, Otto Meyer‑Amden und Ernst Gubler arbeitete.
Ein bedeutender Teil seiner beruflichen Laufbahn spielte sich an der Kunstgewerbeschule Zürich ab: Von 1940 bis 1956 war er für die Ausbildung der Lehrlinge und Volontäre zuständig, 1944–1945 übte er Funktionen als Hilfslehrer aus, und von 1957 bis 1963 war er als Fachlehrer für Zeichnen, als Prorektor unter Hans Fischli sowie als Leiter der Lehrlingsausbildung tätig. Gleichzeitig verzeichnen die Quellen mehrere Aufenthalte auf der Insel Ibiza zwischen 1957 und 1963 — ein Zeitraum, der sich teilweise mit seinen pädagogischen Aufgaben überschnitt.
Im Ausstellungsbereich präsentierte Gessner seine Arbeiten wiederholt in der Schweiz: Verzeichnet sind eine Ausstellung in der Galerie Orell Füssli in Zürich im Jahr 1949, Präsentationen in der Galerie Chichio Haller 1950 und 1963, eine Reihe von Veranstaltungen in der Galerie Läubli (1958, 1960, 1966, 1968, 1971) sowie Ausstellungen in der Galerie Trittligasse (1973, 1975, 1977) — diese Galerie organisierte zudem 1983 eine postume Veranstaltung.
Die Neubewertung und Dokumentation seines Œuvres führten 1991 zu einer Monografie von Eugen Gomringer (Der Zürcher Künstler im Spannungsfeld der Konkreten Kunst) sowie zu postumen Ausstellungen, darunter einer Präsentation in der Villa Dessauer in Bamberg im Jahr 2012; der Eintrag führt ausserdem eine nach ihm benannte Kunststiftung auf, und die ihn dokumentierende SIKART-Kartei trägt die Identifikationsnummer 4002019 und nennt die Lebensdaten 1908–1982.
Nach den verfügbaren Angaben verbindet sein Werdegang eine technische und grafische Ausbildung, eine langjährige pädagogische Tätigkeit und eine künstlerische Praxis, die sich an unterschiedliche Anwendungsformate — Ausstellungen, Bühnenbilder, Fresken — anpassen liess; diese Hybridität zeigt sich auch in der Vielzahl der genannten Ausstellungsorte und Projekte.