Robert Hainard
Geboren 1906.
Gestorben 1999.
Robert Hainard (11. September 1906, Genf – 26. Dezember 1999, Gland) wird als naturalistischer Künstler vorgestellt, dessen Tätigkeit sich zwischen Malerei, Skulptur, Druckgrafik und Schriftstellerei entfaltet.
Seine dokumentierte Besonderheit liegt in einer Praxis der Beobachtungszeichnung: «zeichnen, was man sieht, und nicht, was man weiss» und Tiere darzustellen, ohne sie zu stören.
Aus einem künstlerischen Umfeld stammend – seine Eltern, Philippe Hainard und Eugénie Hainard-Béchard, werden als Maler genannt –, verlässt er mit zwölf Jahren die Primarschule und erhält zunächst von seinem Vater eine künstlerische Ausbildung. Anschliessend besucht er die Arts industriels und die École des beaux-arts de Genève (1921–1926), wo er Bildhauerei studiert und sich auch der Druckgrafik widmet.
Seine ersten Tierdrucke werden 1929 im Salon genevois de l’Œuvre ausgestellt. Im Jahr 1929 heiratet er Germaine Roten; das Paar stellt gemeinsam aus, wobei Germaine Gemälde und Robert Druckgrafiken präsentiert, namentlich im Centre de rencontres de Cartigny.
Hainards Laufbahn zeichnet sich durch die Vielfalt der ihm zugeschriebenen beruflichen Tätigkeitsfelder aus: Maler, Bildhauer, Graveur, naturkundlicher Illustrator, Schriftsteller, Philosoph und Naturforscher.
Parallel zu seinem grafischen Werk veröffentlicht er Essays: Et la nature ? (1943) und Nature et mécanisme (1946) zählen zu seinen philosophischen Texten. Sein literarisches Schaffen erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und umfasst insbesondere Croquis de terrain (1975) und Le monde plein (1991).
Toponymische Ehrungen tragen seinen Namen: Eine Promenade in Yverdon, ein Teich in Genf und eine Primarschule in Bernex sind nach ihm benannt. Während seines gesamten Werdegangs durchdringt die ihm zugeschriebene Methode – aufmerksame Beobachtung und Respekt vor dem lebendigen Gegenstand – sowohl seine Druckgrafiken als auch seine naturkundlichen Schriften.

















