Olivier Mosset
Geboren 1944.
Olivier Mosset wurde 1944 in Bern geboren und ist ein Schweizer Maler, dessen Werk die Konventionen der abstrakten Malerei hinterfragt. Nachdem er 1962 bei einer Ausstellung in Bern Jasper Johns und Robert Rauschenberg entdeckt hatte, ging er im folgenden Jahr nach Paris und wurde Assistent von Jean Tinguely. Er arbeitete auch mit Daniel Spoerri und kam Daniel Buren, Michel Parmentier und Niele Toroni näher.
Gemeinsam organisierten die vier Künstler 1967 «Manifestationen», die sich gegen die üblichen Ausstellungsformate und die etablierte malerische Tradition richteten.
Ab 1966 malte Mosset eine Serie von wiederholten Kreisen, später Gemälde mit vertikalen Streifen. Diese einfachen Motive und ihre Wiederholung stellen die Idee der Komposition und der individuellen Signatur infrage. Ab 1977 in New York ansässig, entwickelte er monochrome und geometrische Werke und erforschte zugleich die ausgeschnittene oder geformte Leinwand: Kreis, Kreuz, Stern oder andere Formen, die das Gemälde zu einem Objekt im Raum machen.
Mosset vertrat die Schweiz 1990 an der Biennale von Venedig. Die Sammlungen des MAMCO und des Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne dokumentieren seinen Werdegang über mehrere Jahrzehnte hinweg, von seinen frühen Experimenten bis zu den jüngeren monumentalen Gemälden. Seine Werke laden dazu ein, die Malerei um ihrer selbst willen zu betrachten: ihre Oberfläche, ihr Format, ihre Farbe und die Bedingungen, unter denen sie hergestellt und betrachtet wird.
