Octave Matthey
Geboren 1888.
Gestorben 1969.
Octave Matthey (geboren am 1. März 1969 in Neuenburg) wird in den konsultierten Dokumenten als eine zwischen der Belle Époque und der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg tätige Persönlichkeit der neo-ruralen und urbanen Malerei dargestellt (Fakt f1; Fakt f20).
Von 1904 bis 1910 bei Charles L'Eplattenier an der École d'art de La Chaux-de-Fonds ausgebildet, setzte er anschliessend seine Studien in München fort, wo er sich den Quellen zufolge insbesondere mit orientalischen Mythologien vertraut machte (Fakt f2; Fakt f3; Fakt f22). Vor dem Ersten Weltkrieg hielt er sich von 1912 bis 1914 in New York auf; sein Werdegang wurde durch seinen Militärdienst unterbrochen: Er wurde Soldat und blieb es bis 1918 (Fakt f4; Fakt f6).
Nach seiner Rückkehr nach Paris ab 1919 besuchte er Bibliotheken, Museen und die Académie de la Grande-Chaumière, beteiligte sich an den als «Artistes indépendants» bezeichneten Zusammenschlüssen und stellte im Salon des Indépendants aus (Fakt f9; Fakt f12; Fakt f10). Sein Pariser Aufenthalt dauerte von 1920 bis 1939; mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kehrte er 1939 nach Neuenburg zurück, um sich dort niederzulassen (Fakt f5; Fakt f11).
Die ihm zugeschriebene künstlerische Praxis legt den Schwerpunkt auf zahlreiche Porträts und Blumensträusse sowie auf Landschaften, die von Reisen nach Italien, Deutschland, Belgien und Holland inspiriert sind; die Broschüre erwähnt zudem, dass er «mehr als tausend Porträts» geschaffen und diese auf mehrere Länder verteilt haben soll (Fakt f7; Fakt f8). Zu den dokumentierten Aufträgen und Porträts gehören 1916 Porträts für Mitglieder des Musée d'histoire de Bâle und für Paul Ditisheim in La Chaux-de-Fonds sowie das Porträt von Charles-Edouard Guillaume im Jahr 1919 und jenes von Henri Chrétien, ferner mehrere Porträts von Angehörigen der alten französischen und Pariser Aristokratie (Fakten f16; f17; f18; f21).
Die Quellen weisen zudem darauf hin, dass sein Aufenthalt in den Vereinigten Staaten materielle Spuren hinterlassen hat, insbesondere mit «O.M.» signierte Glasfenster, die in der konsultierten Broschüre ohne genaue Ortsangabe erwähnt werden (Fakt f14). Nach seiner Rückkehr in die Schweiz führte er ein Tagebuch und sandte der Presse «Korrespondenzen»; insbesondere veröffentlichte L'Observateur de Genève seinen Artikeln gemäss der verfügbaren Dokumentation regelmässig einen pro Monat (Fakt f15).
Die Texte der Broschüre bezeichnen Octave Matthey als eine der bemerkenswerten Persönlichkeiten der Neuenburger Malerei; diese Formulierung spiegelt die Art und Weise wider, in der sein regionaler Werdegang von diesen Quellen aufgenommen wurde (Fakt f20). Zusammenfassend beschreiben die zusammengetragenen Elemente einen Künstler, dessen Tätigkeit die Produktion von Auftragsportträts und Genrebildern, einen langen Pariser Aufenthalt zwischen den beiden Kriegen sowie eine Rückkehr in die Schweiz verbindet, wo er neben seinem Atelier als Maler eine schriftstellerische Tätigkeit fortsetzte (Fakten f7; f5).