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Michael Günzburger

Geboren 1974.

Michael Günzburger zeichnet sich durch eine auf die Zeichnung konzentrierte Praxis aus, die jedoch in Kontinuität mit gemeinschaftlichen und handwerklichen Produktionsweisen gedacht ist; sein Promotionsprojekt stützt sich ausdrücklich auf drei Achsen — teilen, hinterfragen und das Feld voranbringen —, was die beständige Verbindung zwischen zeichnerischem Werk und kollaborativen Praktiken erhellt.

Sein künstlerischer Werdegang umfasst eine lange autodidaktische Phase, die 2013 mit dem Erwerb eines MFA unterbrochen wurde, ein Datum, das eine Etappe formalisierter Ausbildung markiert. Anschliessend führte er ein im November 2023 abgeschlossenes Promotionsprojekt unter der Betreuung von Florian Dombois (ZHdK) durch. Im Verlauf seiner Laufbahn erhielt er zudem mehrere private und öffentliche Residenzen und Stipendien, ohne dass hier eine vollständige Auflistung derselben vorliegt.

In methodischer Hinsicht bildet die Zeichnung den formalen Kern seiner Arbeit, die sich jedoch häufig durch die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Berufen und Disziplinen entfaltet: Miniaturmaler, Meisterdrucker, Ethnologen und selbst Forschende im Bereich Virologie zählen zu den dokumentierten Kooperationen. Das Promotionsprojekt präzisiert, dass diese Kooperationen in erster Linie Formen des «Teilens» dienen — insbesondere der kollektiven Produktion und der Arbeit an Präsentationsformen — und dass sie mit den weiteren Säulen des Hinterfragens und des Voranbringens des Feldes verbunden sind. Diese Aufmerksamkeit für Formen und handwerkliches Wissen zeigt sich auch in seinen Publikationen, zu denen insbesondere «Contact» (Edition Patrick Frey) und «Fachstelle» (Edition Taube) gehören.

Seine Arbeit wurde in ausgewählten Ausstellungen gezeigt, insbesondere 2019 im Kunsthaus Zürich, 2017 bei Human Resources (Los Angeles) und 2015 bei Christinger de Mayo (Zürich). Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen; eine Präsenz in der Schweizerischen Nationalbibliothek (Swiss National Library) ist vermerkt. Einen beruflichen Referenzpunkt bietet die Website www.guenz.ch.

Zusammenfassend präsentiert sich Günzburgers Praxis als Verbindung einer zeichnerischen Geste mit einer kollaborativen und handwerklichen Arbeitsweise: Die Zeichnung erzeugt Formen, welche die kollektive Forschung und technische Expertise mitgestalten und auf andere Weise präsentieren helfen, entsprechend den in seinem Promotionsprojekt formulierten Achsen. Die regelmässigen Publikationen, die Teilnahme an Residenzen und die Präsenz in öffentlichen und privaten Sammlungen zeugen von einer kontinuierlichen Tätigkeit, die anhand der genannten Elemente dokumentiert ist.

Michael Günzburger

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