Max von Moos
Geboren 1903.
Gestorben 1979.
Max von Moos (1903–1979), Luzerner Maler und Zeichner, zählt zu den bedeutenden Vertretern des Schweizer Surrealismus. Er lebt sein ganzes Leben in Luzern und unterrichtet mehr als dreissig Jahre an der Kunstgewerbeschule der Stadt. Nach einer Ausbildung in Luzern studiert er in München bei Jan Thorn-Prikker, unterbricht dann seine künstlerische Tätigkeit, um sich in Basel zum Antiquariatsbuchhändler auszubilden.
1929 kehrt er nach Luzern zurück, nimmt seine Tätigkeit wieder auf und wird 1933 Lehrer an der Kunstgewerbeschule.
Sein Werk entsteht im Dialog zwischen der Beobachtung des Körpers, anatomischen Studien und imaginärer Verformung. Die Zeichnungen nach der Natur, insbesondere die Studien von Gliedmassen und Gelenken, geben Aufschluss über die Entstehung seiner surrealistischen Bilder. Als Gründungsmitglied der Allianz, des Verbands Schweizer moderner Künstler, nimmt er an den künstlerischen Debatten seiner Zeit teil.
1961 wird ihm im Kunstmuseum Luzern eine Retrospektive gewidmet. Ab 1973 zwingt ihn eine Verschlechterung seiner Sehstörungen, die Öl- und Temperamalerei aufzugeben; das Zeichnen mit Filzstift setzt er fort. Die Max-von-Moos-Stiftung, die nach seinem Tod gemäss seinen Verfügungen gegründet wird, sorgt für die Erhaltung und Erforschung seines Werks.
