Mathilde Abbt
Geboren 1890 in Hermetschwil (Schweiz).
Gestorben 1957 in Hermetschwil (Schweiz).
Schweizerisch · Gegenständliche regionale Schweizer Malerei · Landschaft, Interieur und Stillleben.
Mathilde Abbt entwickelte eine gegenständliche Malerei, die eng mit dem Freiamt, seinen Landschaften, Bauernhäusern und Wohnräumen verbunden ist. Als Malerin und Zeichenlehrerin fand sie in Landschaft, Stillleben und Interieur ihre bevorzugten Bildthemen und beobachtete darin Licht, Farbe und Alltag mit besonderer Aufmerksamkeit.
Nach einer Vorbereitung bei Hermann Gattiker im Jahr 1909 besuchte sie von 1910 bis 1913 die Kunstgewerbeschule München und schloss mit dem Bayerischen Staatsexamen für Zeichenlehrerinnen ab. Anschliessend unterrichtete sie ein Jahr an der Höheren Töchterschule in Mainz. 1914 setzte sie ihre Ausbildung während eines Semesters an der Münchner Damenakademie bei Emilie von Hallavanya fort.
1915 und 1916 lehrte sie am Institut Baldegg. Prägend wurde ihr anschliessender dreijähriger Aufenthalt in Spanien: In Madrid studierte sie unter Anleitung von Manuel Lopez de Poyola im Museo del Prado. Studienreisen nach Italien 1925 und nach Frankreich 1938 erweiterten ihren künstlerischen Blick.
Nach ihrer Rückkehr in den Aargau lebte sie in Hermetschwil und arbeitete im Atelier des Schlössli in Bremgarten. Ihre Malerei würdigt mit ausgeprägtem Sinn für Farbe den Jahreslauf, die ländliche Architektur, Ansichten des Reusstals und die Stille bäuerlicher Innenräume. Zwischen 1938 und 1950 stellte sie in Bremgarten, Wohlen und Muri aus und nahm damit eine eigenständige Stellung innerhalb der regionalen Schweizer Malerei des 20.
Jahrhunderts ein.