Lucien Schwob
Geboren 1895.
Gestorben 1985.
Lucien Schwob (geboren am 7. Juni 1985 ebenda) war Maler, Zeichner, Lithograf und Essayist – eine berufliche Identität, die durch lokale Quellen belegt ist.
Teilweise ausserhalb der Schweiz ausgebildet, unternahm er Reisen nach Spanien, Italien, Belgien und Südfrankreich. In dieser Zeit erprobte er um 1924 einen vom Kubismus beeinflussten Ansatz, bevor er rasch zu einer Cézanne nahestehenden Bildsprache zurückkehrte.
Er engagierte sich im lokalen Kunstleben und gehörte von 1938 bis 1945 dem Vorstand der Société des amis des arts de La Chaux-de-Fonds an. Ab 1951 erteilte er während rund fünfzehn Jahren Malunterricht an der École d’art de La Chaux-de-Fonds; in dieser Zeit besuchten Schüler wie André Evrard seinen Unterricht. Ferner ist festzuhalten, dass er 1959 in Vevey arbeitete und zugleich weiterhin jede Woche zu seinen Kursen in La Chaux-de-Fonds zurückkehrte.
Nach einer Depression stellte er ab 1965 jede bildnerische Produktion ein und widmete sich fortan dem Verfassen von Schriften über die Malerei. Zu diesen Publikationen gehören Fulgurance et magie picturale : Le Greco, Velasquez (Lausanne, L’Âge d’homme, 1984) sowie Le peintre Léopold Robert (La Chaux-de-Fonds, Éditions d’En-haut, 1986, nach seinem Tod veröffentlicht).
Werke von Lucien Schwob sind nach den konsultierten Einträgen im Musée des beaux-arts de La Chaux-de-Fonds und im Musée d’art et d’histoire de Neuchâtel verzeichnet. Aufgrund der verfügbaren Angaben zeichnet sich sein Werdegang durch das Nebeneinander einer zeichnerischen und lithografischen Praxis und einer schriftlichen Reflexion über die Malerei aus, ebenso wie durch ein stilistisches Schwanken, bei dem ein kurzer Ausflug in den Kubismus mit einer Rückkehr zu einer Cézanne nahestehenden Ausdrucksweise einhergeht.
