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Joseph Werner

Geboren 1637.

Gestorben 1710.

Joseph Werner ist als auf Miniaturen spezialisierter Maler und Schöpfer kleinformatiger Historienbilder belegt, obwohl er auch in Öl malte.

Sein Ruf verbreitete sich in Europa, und er wurde an den Hof Ludwigs XIV. berufen, wo er mehrere Porträts des Königs ausführte und allegorische Sujets schuf.

Bei seinem Vater und Matthieu Merian ausgebildet, gründete er in seinem Haus in Bern eine Schule, um junge Menschen in den Künsten auszubilden. Zu den ihm zugeschriebenen Schülern zählt Anna Waser.

Für höfische Mäzene und Liebhaber wie Quinault malte er allegorische und kleinformatige Kompositionen — darunter werden in der Notiz die Muses sur le Parnasse, Diane, Flore, La Mort de Didon, Artémise und Cadmus vainqueur du dragon genannt. Neben seinen Miniaturen schuf er Gemälde für fürstliche Aufträge, in denen sich Porträt und Allegorie verbinden.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland heiratete er 1667 in Augsburg Susanne Meyer und wurde von der Erzherzogin von Bayern mit sieben Gemälden beauftragt, die die Vie de la Vierge darstellen. Für den Kurfürsten von Bayern führte er insbesondere einen Triomphe de Thétis für eine Decke des Schlosses Nymphenburg aus.

In Bern malte er für das Rathaus ein grosses allegorisches Gemälde, das die von Bären beschützte und von Glaube und Wohlstand umgebene Stadt zeigt. Zu den in der Notiz aufgeführten Ölmalereien gehört Adam et Ève dans le paradis terrestre, das als in Basel aufbewahrt angegeben ist.

Joseph Werner

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