Jean-Léonard Lugardon
Geboren 1801.
Gestorben 1884.
Jean-Léonard Lugardon (1801–1884) war ein Genfer Maler, der in den Bereichen Historienmalerei, Porträt und Genremalerei tätig war. Als Sohn eines Uhrmachers und einer Modistin erhielt er seinen ersten Zeichenunterricht an der Société des Arts de Genève. Von 1820 bis 1822 vervollständigte er seine Ausbildung in Paris bei Antoine-Jean Gros und anschliessend in Italien: Als Schüler von Ingres in Florenz hielt er sich von 1826 bis 1829 in Rom auf.
Lugardon stellte ab 1823 in Genf aus und gewann im darauffolgenden Jahr den Wettbewerb für nationale Historienmalerei. Ab 1827 nahm er an den Salons du Louvre teil, wo seine Arbeit durch Medaillen und Aufträge von Louis-Philippe ausgezeichnet wurde. Diese Pariser Erfolge gingen mit einer regelmässigen Präsenz bei Schweizer und ausländischen Ausstellungen einher.
Von 1836 bis 1843 leitete er die École de la figure in Genf; zu seinen Schülern gehörte Barthélemy Menn. Seine Rolle in der lokalen Kunstausbildung ergänzte eine öffentliche Laufbahn: Von 1837 bis 1842 sass er im Genfer Repräsentativrat. Als Mitglied der Société des Arts und später des Institut national genevois zählt Lugardon zu den bedeutenden Vertretern der Genfer romantischen Malerei des 19.
Jahrhunderts. Werke befinden sich unter anderem im Musée d’art et d’histoire de Genève, im Musée d’art et d’histoire de Neuchâtel und im Schloss Versailles.