Jakob Flach
Jakob Flach (26. März 1894, Winterthur — 30. September 1982, Locarno) wird im Dossier vor allem über die Gründung des Asconeser Marionettentheaters im Jahr 1937 ausgewiesen, das er vierundzwanzig Jahre lang leitete.
Neben dieser Tätigkeit für die Bühne verfasste er etwa vierzig Stücke für dieses Theater und veröffentlichte mehrere Bücher, darunter den Roman Brautfahrt ohne Ende (1959), die Sammlung Blühender Zweig (1964) und die Reportage Das schwarze Afrika für Anfänger (1965).
1894 in Winterthur geboren und 1982 in Locarno verstorben, erscheint er in den Quellen als protestantischer Konfession; das Dossier erwähnt zudem einen Verweis auf Katharina Früeh im Jahr 1974.
Er studierte Botanik und Geologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, brach dieses Studium jedoch 1917 ab.
Zwischen 1910 und 1919 war er in der Jugendbewegung Schweizer Wandervogel aktiv und erwarb anschliessend 1919 das Lehrpatent.
Das Dossier weist auf Beziehungen zu Schriftstellern und Künstlern hin — insbesondere zu Hermann Hesse und Emil Ludwig — und gibt an, dass er 1921–1922 die Verwaltung von Emil Ludwigs Villa übernahm.
Nach langen Reisen in Europa, im Nahen Osten, in Afrika und in Indien liess er sich hauptsächlich im Tessin nieder und bezog 1925 eine alte Mühle zwischen Ronco und Arcegno.
Die Leitung des Asconeser Marionettentheaters bildet einen der wiederkehrenden Schwerpunkte seiner lokalen kulturellen Tätigkeit: Dort schrieb er einen bedeutenden Teil des für die Marionettenbühne bestimmten Repertoires.
Eine von A. Imer herausgegebene Werkausgabe wurde ab 1990 verzeichnet; zudem werden im Dossier bibliografische Normdateien (GND, VIAF) genannt. Die übliche Schreibweise lautet Jakob Flach.