Henri van Muyden
Geboren 1860.
Gestorben 1936.
Henri van Muyden (1860–1936), auch Henry genannt, war ein Genfer Maler, Zeichner und Illustrator. Sein Schaffen verbindet Landschaften und Figurendarstellungen mit grafischen Arbeiten, die in mehreren Schweizer Sammlungen dokumentiert sind.
Nach einer Banklehre in Liverpool studierte er an der Académie Julian sowie bei Barthélemy Menn und Jean-Paul Laurens. 1893 gewann er den ersten Preis des Concours Calame. Daneben arbeitete er für satirische Zeitschriften.
Seine ländlichen Szenen und Walliser Landschaften stehen der Schule von Savièse nahe. Die Sammlung der Walliser Kantonalbank bewahrt Repos champêtre au couchant: Landwirtschaftliche Arbeit und abendliches Licht treffen hier vor einer weiten Berglandschaft zusammen.
Das Kunstmuseum Wallis besitzt Messe in La Sage, ein um 1919 entstandenes Bild eines Gottesdienstes unter freiem Himmel. Der Museumstext verbindet die Szene mit der Grippeepidemie von 1918–1919. Hinter der scheinbaren Ruhe steht somit ein konkreter historischer Anlass.
Das Verkehrshaus der Schweiz verzeichnet auch seine Aquarelle zum Leben von Louis Favre. Diese dokumentarische Seite eröffnet den Blick auf einen Künstler, dessen Werk über die alpine Landschaft hinausreicht.





