Guy Baer
Geboren am 8. Februar 1897 in La Tour-de-Peilz (Schweiz).
Gestorben am 22. Mai 1985 in Vevey (Schweiz).
Schweiz · Figurative Schweizer Malerei des 20. Jahrhunderts · Landschaft, Stillleben und Porträt.
Guy Baer (1897–1985) war ein Schweizer Maler, der eng mit dem Kunstleben von Vevey und der Waadtländer Riviera verbunden war. Landschaften, Stillleben und Porträts bilden die Hauptbereiche seines Werks. Seine Genfer Ausbildung bei Serge Pahnke und Henri van Muyden ist durch SIK-ISEA dokumentiert, das auch seine Tätigkeit als Zeichner, Aquarellist und Lithograf verzeichnet.
Seine Ausstellungstätigkeit ist bereits 1919 belegt, als er zusammen mit Steven-Paul Robert in der Galerie Seiler in Vevey ausstellte. In den 1920er-Jahren gehörte Baer zur Gruppe Le Disque, die den puristischen Theorien von Le Corbusier und Ozenfant nahestand. Weitere Ausstellungen sind in der Galerie Paul Vallotton in Lausanne 1944, 1954 und 1971, in der Galerie Artis in Vevey 1957 sowie 1967 im Musée Jenisch gemeinsam mit Steven-Paul Robert unter dem Titel « 50 ans de peinture » dokumentiert.
Seit 1955 teilte Robert in La Ciotat regelmässig das Atelier Cytharis mit Baer.
Die Fondation de la Société des Beaux-Arts de Vevey besitzt zwei Ölgemälde, die präzise Bezugspunkte für seine Malerei der 1950er-Jahre bieten: La cruche blanche, 1958, 64,5 × 91 cm, SBAV 274, und Libérienne, 1954, 46,3 × 33 cm, SBAV 160. Das Musée Jenisch nennt Guy Baer unter den Künstlern dieses Stiftungsbestands.
Seine Verbindung zum Musée Jenisch reicht über eigene Gemälde hinaus. Das Museum dokumentiert 1968 seine Schenkung von Louis Soutters Zeichnung Georges ne vit plus, Inv. 1968-188, sowie 1985 das Vermächtnis eines Holzschnitts von Félix Vallotton, Inv.
1985-005. Diese Werke stammen von Soutter und Vallotton und belegen Baers Rolle als Sammler und Stifter.
Der dokumentierte Markt ist überschaubar, aber überprüfbar: Dogny Auction führt Nature morte aux grenades et raisins in der Auktion vom 29. Juni 2010 und La Ciotat von 1969 in der Auktion vom 3. Dezember 2013.
Ivoire-Primardeco bot im Januar 2025 ein weiteres Werk La Ciotat ohne öffentlich zugängliches Ergebnis an; eine für Oktober 2026 angekündigte Auktion bei Conan Belleville darf vor Veröffentlichung eines Ergebnisses nicht als Zuschlag behandelt werden.