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Swiss Art GallerySt-Prex · Schweiz
Swiss Art Gallery · St-Prex

Giorgio de Chirico

Geboren am 10. Juli 1888 in Volos (Grèce).

Gestorben am 20. November 1978 in Rom (Italien).

Italienisch, in Griechenland geboren · Pittura metafisica / Metaphysische Malerei · Neometaphysik (ab etwa 1968).

Giorgio de Chirico entwickelte eines der prägnantesten Bildvokabulare der europäischen Moderne. Mit der Pittura metafisica schuf er eine Welt stiller Plätze, steiler Perspektiven, Statuen, ferner Züge, Gliederpuppen und ihrer gewöhnlichen Funktion enthobener Gegenstände. Seine Ausbildung am Polytechnikum in Athen und an der Akademie der Bildenden Künste in München verband sich mit einer klassischen Bildung sowie der Auseinandersetzung mit Arnold Böcklin, Max Klinger, Schopenhauer und Nietzsche.

Nach der Florentiner Zeit wurde Paris zum entscheidenden Schauplatz seiner frühen Entwicklung. Er stellte im Salon d’Automne und im Salon des Indépendants aus; Guillaume Apollinaire erkannte die Eigenständigkeit einer Kunst, die die moderne Stadt und die Erinnerung an die Antike in rätselhafte Bildräume überführte. Hier formierte sich der historische Kern der Metaphysik, der den Surrealismus und die Bildwelt des 20.

Jahrhunderts nachhaltig beeinflusste.

Die Jahre in Ferrara vertieften das Repertoire der metaphysischen Interieurs, Stillleben und gedanklichen Architekturen. In Rom beteiligte sich de Chirico an den Debatten um «Valori Plastici» und wirkte zugleich als Schriftsteller, Theoretiker, Bühnenbildner und Illustrator; literarische Reflexion und bildnerische Arbeit blieben in seinem Schaffen eng verbunden.

Seit den 1920er Jahren durchlief sein Werk unterschiedliche Ausdrucksformen: die Rückwendung zu den Alten Meistern, Porträt, Landschaft, Stillleben, Pferdedarstellungen, klassische Mythen und Theaterentwürfe. Seine internationale Rezeption reichte von den Pariser Ausstellungen über amerikanische Präsentationen bis zu den bedeutenden Museen, die zentrale Arbeiten bewahren.

In der späten, als Neometaphysik bezeichneten Phase griff er Gliederpuppen, Archäologen, Musen, Piazze d’Italia und Interieurs in hellerer Farbigkeit und gelösterer Stimmung erneut auf. Die Lithografie Intérieur métaphysique von 1969 gehört folgerichtig zu diesem Werkzusammenhang.

Die von Swiss Art Gallery präsentierten Werke von Giorgio de Chirico führen diesen künstlerischen Weg fort und fügen sich schlüssig in diesen Werkkorpus ein.

Giorgio de Chirico

Verfügbare Werke