Giancarlo Bolzan
Geboren 1963.
Seine Praxis konzentriert sich nach eigenen Angaben auf kritische und «unbequeme» Themen, die um das moderne Menschenbild kreisen; derselben Quelle zufolge steht sie im Zeichen einer langjährigen Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit und Fragilität der Existenz.
Seine ersten Werke datieren von 1978 und sind in Öl ausgeführt; in der biografischen Notiz werden sie als stark vom Erbe des französischen Impressionismus geprägt dargestellt.
Um die Jahrtausendwende entwickelt Bolzan sein malerisches Vokabular weiter: Um 2000 stellt er geometrische oder konstruierte Elemente dynamischen organischen Formen gegenüber; ab 2004 hebt er die Leinwand selbst stärker hervor, indem er einzelne Partien unbemalt lässt und damit Material und Bildträger zu aktiven Elementen des Bildes macht.
Mehrere persönliche Ereignisse werden ausdrücklich mit den thematischen und formalen Entwicklungen seiner Arbeit in Verbindung gebracht: Der Unfalltod seines Bruders im Jahr 1997 wird als prägend erwähnt, und die Geburt seiner Tochter Leandra im Jahr 2006 gab laut Biografie Anlass zu einer Reihe der sogenannten «Geburtsbilder».
Seine Arbeiten wurden regelmässig in der Schweiz gezeigt: erwähnt werden eine Vertretung durch die Galerie Siemer an der ARTVIENNA (2002), eine in der Kunsthalle Frauenfeld verzeichnete Ausstellung (2010), eine Präsentation in Mayer’s Altes Hallenbad in Romanshorn (1.4.2018) sowie eine Teilnahme an der Ausstellung «10 Jahre - 10 Künstler» im Museum Rosenegg in Kreuzlingen (1.6.2016).
Zu den biografischen Angaben zählen die Auszeichnung mit dem 2. Preis des Osborne-Wettbewerbs im Jahr 2007, sein Beitritt zu kunstthurgau im Jahr 2009 und seine Beteiligung am Verlagsprojekt zum 75-jährigen Bestehen dieser Vereinigung (Publikation 2016).
Ankäufe durch Institutionen werden genannt: ein Werkankauf durch das Kunstmuseum des Kantons Thurgau im Jahr 2015 und ein Ankauf durch die Stadt Kreuzlingen im Jahr 2010, ohne nähere Angaben zu den betreffenden Titeln oder Inventaren.
Die Online-Präsenz ist durch eine persönliche Website (www.bolzan.ch), ein Instagram-Konto (@giancarlobolzan) und eine in der Notiz genannte Geschäftsadresse (Guetstrasse 16) belegt.