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Swiss Art GallerySt-Prex · Schweiz
Swiss Art Gallery · St-Prex

François Bocion

Geboren am 30. März 1828 in Lausanne (Schweiz).

Gestorben am 12. Dezember 1890 in Lausanne (Schweiz).

Schweizer · Realismus · Freilichtmalerei · atmosphärische Landschaftsmalerei · vorimpressionistische Tendenzen

Der Lausanner Maler François Bocion erhielt seinen ersten Unterricht bei Christian Gottlieb Steinlen in Vevey und François Bonnet in Lausanne. Zwischen 1845 und 1848 vervollständigte er seine Ausbildung in Paris in den Ateliers von Louis-Aimé Grosclaude und Charles Gleyre. Die akademische Schulung vermittelte ihm eine sichere Beherrschung von Zeichnung und Komposition, während seine Kontakte zu Gustave Courbet, Albert de Meuron, Émile David und Alfred Dumont seinen künstlerischen Horizont erweiterten.

Nach seiner Rückkehr nach Lausanne stellte er 1848 an der Schweizerischen Kunstausstellung in Bern aus und übernahm im folgenden Jahr eine Stelle als Zeichenlehrer an der École moyenne et industrielle. Gleichzeitig arbeitete er für die satirische Zeitschrift «La Guêpe» und widmete sich der Historienmalerei. La Dispute religieuse de Lausanne und La Bataille de Morgarten stehen für diese frühe, noch den akademischen Gattungen und der schweizerischen Geschichtsdarstellung verpflichtete Phase.

Seit den 1860er-Jahren rückten die Landschaft und das Leben am Genfersee zunehmend in den Mittelpunkt seines Schaffens. Bocion beobachtete die schweizerischen und französischen Ufer, Fischer, Schiffer, Netze sowie Segel- und Dampfschiffe unmittelbar vor der Natur. Mit der zeichnerischen Präzision verband er einen immer freieren Farbauftrag, der den Spiegelungen auf dem Wasser, dem Wechsel der Wolken und den atmosphärischen Veränderungen galt.

In den späteren Gemälden weitet sich der Bildraum, während die menschliche Figur gegenüber See, Licht und Himmel zurücktritt.

Aufenthalte in Venedig, Sanremo und an der ligurischen Riviera bereicherten sein Motivrepertoire, ohne ihn von der am Genfersee entwickelten Sensibilität zu entfernen. Die Retrospektiven der Fondation de l’Hermitage und des Musée Jenisch verdeutlichten seine eigenständige Stellung zwischen Realismus, Freilichtmalerei und vorimpressionistischer Auffassung. Werkgruppen im Musée cantonal des Beaux-Arts, im Musée Historique Lausanne und im Musée Jenisch dokumentieren die Vielfalt seines Schaffens.

Das frühe Ölgemälde «M. Daxelhofer et son chien domestique» gehört zur intimen Porträtlinie seines Werks und ist in diesem Korpus vertreten.

Die von Swiss Art Gallery präsentierten Werke von François Bocion führen diesen künstlerischen Weg fort und fügen sich schlüssig in diesen Werkkorpus ein.

François Bocion

Verfügbare Werke