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Francis Roulin

Geboren 1926.

Gestorben 1999.

Francis Roulin (1926–1999) zeichnet sich durch ein vielfältiges und umfangreiches Œuvre aus, das insgesamt mehr als tausend Werke umfasst: Zeichnungen, Pastelle, Ölbilder (auch auf verschiedenen Bildträgern wie Quarz), Aquarelle, Gouachen, Druckgrafiken, Tapisserien und Skulpturen. Er arbeitete mit den Teppichwebern von Aubusson zusammen – die im Atelier Raymond Picaud ausgeführte Tapisserie « Outremer » ist belegt – und die Quelle erwähnt, dass er die Picaud-Werkstätten beliefert. Der Künstler beschreibt seine Arbeitsphasen ausserdem als bald mystisch, bald tragisch oder bald sonnig.

Nach einer in Neuenburg erworbenen literarischen Maturität begann er ein Jurastudium, bevor er sich der Kunstschule von La Chaux-de-Fonds zuwandte, wo er insbesondere bei Georges Dessouslavy und dem Bildhauer Léon Perrin studierte. Als Inhaber eines Lehrpatents für Zeichnen unterrichtete er in Neuenburg in Teilzeit.

1968 ergänzte er seine Ausbildung während eines Jahres an der École des Beaux-Arts in Paris, wo er insbesondere die Kurse im Atelier von Roger Chastel besuchte. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz liess er sich in Boudry nieder und widmete sich ausschliesslich dem künstlerischen Schaffen. Die Quelle verweist zudem auf seine Verbundenheit mit dem Land: Als Nachkomme der Roulin aus der Provence (Waadt) besitzt er in Boudry Rebberge, die zu den ältesten des Ortes gezählt werden.

Die Skulptur namens Marat befand sich zum Zeitpunkt der Schilderung vorübergehend in einem Garten in Grandson; der Künstler gibt an, 80'000 Franken investiert und im Zusammenhang mit dem kleinen Haus, das er seit 1963 in Boudry besitzt, einen Bankkredit aufgenommen zu haben. Die Quelle erwähnt eine in Hongkong geplante Ausstellung (unsichere Formulierung: « du 15 mai ou 15 juillet ») innerhalb einer Gruppe Schweizer Künstler sowie eine Präsentation in Bienne, zu der ein Kritiker bemerkte, seine Leinwände seien « frei von Schwere ». Diese biografischen Angaben stammen aus einem Artikel von Claude-Pierre Chambet (L'Express, 29.

Januar 1990), der neben weiteren Informationen Roulins Bronzeskulpturen als « Meisterwerke » bezeichnet.

Francis Roulin

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