Eva Aeppli
Geboren 1925.
Gestorben 2015.
Eva Aeppli (2. Mai 1925 – 4. Mai 2015) ist eine Schweizer Künstlerin, deren Werk sich um gefertigte Figuren entfaltet: zunächst Schaufensterpuppen und Figuren aus Stoff, dann, ab Mitte der 1970er-Jahre, Bronzeskulpturen und monumentale Köpfe aus Samt.
Ihre Verfahren verbinden textile Einfügungen und Armierungen – die textile Periode wird durch Werke wie Groupe de 13 (Hommage à Amnesty International), 1968, veranschaulicht, das aus Seide, Kapok, Baumwolle, Samt, Eisen und Holz gefertigt ist (250 x 370 cm). Der materielle Wandel der 1970er-Jahre bedeutet nicht die Aufgabe der figürlichen Arbeit: Er kennzeichnet eine Verlagerung der weichen Volumen hin zu durch Bronze verhärteten Körper-Objekten und zu Köpfen mit samtigen Oberflächen, die mitunter um astrologische Themen kreisen. Aepplis Ausstellungsgeschichte war Gegenstand institutioneller Würdigungen, darunter eine Retrospektive in Bonn (1994), die Ausstellung Garden of the Zodiac in Omaha (2000) sowie eine Präsentation im Museum Tinguely in Basel (2006).
Eva Maria Aeppli wurde am 2. Mai 2015 in Honfleur (Frankreich). In den Quellen wird sie als Künstlerin – Zeichnerin, Malerin und Bildhauerin – Schweizer Nationalität bezeichnet.
In persönlicher Hinsicht verzeichnen die Dokumente eine Trennung und Scheidung von Jean Tinguely im Jahr 1961 sowie 1962 eine erneute Heirat mit dem amerikanischen Rechtsanwalt Samuel Mercer, mit dem sie ihr Leben zwischen Omaha (Nebraska) und Paris teilte. 1990 gründete sie die in Omaha ansässige Myrrahkir Foundation, deren erklärtes Ziel es ist, Armut, Unterdrückung und Unwissenheit zu bekämpfen. Dokumentierte Einträge verbinden sie zudem mit mehreren Museen und Sammlungen, darunter nach den konsultierten Quellen das Moderna Museet, das MUMOK, das Kunstmuseum Solothurn, das Kunsthaus Zürich und Sammlungen in Omaha.