Eugène Burnand
Geboren am 30. August 1850 in Moudon.
Gestorben am 4. Februar 1921 in Paris.
Schweiz · Naturalismus · Malerei, Zeichnung und Illustration.
Eugène Burnand war ein Schweizer Maler und Illustrator, dessen Laufbahn den Kanton Waadt mit Frankreich verband. Nach einem Architekturstudium in Zürich entschied er sich für die Malerei. Das Musée d’Orsay dokumentiert seine Ausbildung bei Barthélemy Menn in Genf und anschliessend bei Jean-Léon Gérôme in Paris.
Sein Naturalismus beruhte auf Beobachtung und sorgfältiger Vorbereitung. Für das grosse Historienbild über die Flucht Karls des Kühnen nach der Schlacht bei Murten von 1894–1895 studierte er historische Kleidung und Gegenstände und arbeitete mit Modellen. Das MCBA in Lausanne bewahrt dieses monumentale Gemälde.
Auch religiöse Malerei gehört zu seinem Werk. Das Bild von 1898 mit Petrus und Johannes auf dem Weg zum Grab Christi befindet sich in der Sammlung des Musée d’Orsay. Der französische Staat erwarb es im Salon unmittelbar vom Künstler.
Burnand beschäftigte sich zudem mit Druckgrafik und Buchillustration, unter anderem zu Werken von Mistral und Daudet. Zwischen 1907 und 1912 dienten seine Zeichnungen als Vorlagen für Banknoten der Schweizerischen Nationalbank.
In seiner Geburtsstadt Moudon ist ihm ein Museum gewidmet. Dort werden unter anderem Werke aus dem Besitz des Bundes, des Lausanner Kantonsmuseums und öffentlicher Moudoner Sammlungen gezeigt. Diese Auswahl erschliesst verschiedene Seiten seines Schaffens über ein einzelnes berühmtes Gemälde hinaus.