Ernst Georg Rüegg
Geboren 1883.
Gestorben 1948.
Zwei im Kunstmuseum Solothurn aufbewahrte Gemälde eröffnen ein Fenster zum Werk von Ernst Georg Rüegg (1883–1948). In Rheinlandschaft mit Rüdlingen (1943), einem 51,5 × 76 cm grossen Ölgemälde auf Leinwand, verortet der Titel die Szene am Rhein. Scheue Tiere nähern sich dem entvölkerten Dorfe (1943–1945), ebenfalls in Öl gemalt, evoziert seinem Titel zufolge das Herannahen von Tieren an ein entvölkertes Dorf.
Das Museum gibt an, dass dieses zweite Werk, das wie das erste aus der Stiftung Josef Müller stammt, ausgestellt ist.
Der Künstler erschliesst sich auch über die Spuren seiner Arbeit. Das Schweizerische Kunstarchiv von SIK-ISEA bewahrt einen Teil seines Nachlasses, der 1985 von Irène Rüegg geschenkt wurde: hauptsächlich 33 Skizzenbücher und zahlreiche Manuskripte, aber auch Korrespondenz, fotografische Studien und persönliche pädagogische Unterlagen. Dieser Bestand ermöglicht es, die vollendeten Gemälde mit den Praktiken des Zeichnens, Schreibens und Vermittelns in Beziehung zu setzen.
Die beiden Werke in Solothurn und das Archiv bieten konkrete Ansatzpunkte, erlauben es jedoch nicht, seinen gesamten künstlerischen Werdegang allein zu rekonstruieren.