Emile Chambon
Geboren 1905.
Gestorben 1993.
Émile François Chambon (10. Januar 1905, Genf – 28. Oktober 1993, Collonge‑Bellerive) ist der Urheber eines malerischen und grafischen Œuvres, das in die Genfer Kunstlandschaft des 20.
Jahrhunderts eingebettet ist.
Ab Herbst 1921 an der École des beaux‑arts de Genève ausgebildet, vervollständigte er seine praktische Ausbildung zwischen 1925 und 1928 als Assistent des Malers Jean‑Louis Gampert.
Sein Werk steht den konsultierten Einträgen zufolge an der Schnittstelle zwischen realistischer Tradition und italienischer metaphysischer Malerei; es bevorzugt einen figurativen Ausdruck, der außerhalb der Wege der Abstraktion bleibt. In einigen Einträgen wird seine Bewunderung für Künstler wie Gustave Courbet, Caravaggio und Félix Vallotton hervorgehoben – ein ausdrücklicher Bezug, der sich auch in der Darstellung seiner ästhetischen Ausrichtung findet.
In den 1930er-Jahren wird er als Mitglied der Sektion beaux‑arts der Union Nationale erwähnt.
Zu den in öffentlichen Verzeichnissen genannten Werken gehört 'La Blouse blanche' (1926), das im Musée d'art et d'histoire de Fribourg aufbewahrt wird. Ein auf 1935 datiertes Gemälde ist in den Sammlungen des Musée d'art et d'histoire de Genève verzeichnet. 'L'Enterrement de première classe' (1938) ist in den Sammlungen des Kunsthaus Zürich eingetragen.
Am 10. Mai 1962 fand in Paris in der Galerie Motte eine bedeutende Vernissage statt, die auf Initiative von Louise de Vilmorin organisiert wurde. Eine grosse Retrospektive, die dem Künstler gewidmet war, wurde 1966 im Musée Rath veranstaltet.
Die Bibliografie umfasst insbesondere eine erste Monografie von Édouard Muller‑Moor (1957) sowie ein 1984 erschienenes Werk von Jean‑Marie Marquis.







