Eduard Stiefel
Geboren 1875.
Gestorben 1967.
Eduard Stiefel (5. April 1875, Riesbach – 30. Dezember 1967, Zürich) war ein Schweizer Maler, Grafiker und Illustrator.
Nach einer Ausbildung zum Lithografen in Zürich studierte er von 1898 bis 1902 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Während seines Studiums in München besuchte er unter anderem die Lehrveranstaltungen von Johann Caspar Herterich und Peter Halm. 1905 wurde er zum Professor an der Kunstgewerbeschule Zürich ernannt, wo er Grafik unterrichtete und zudem an der «Kunst- und Kunstgewerbeschule für Damen» von Luise Stadler tätig war.
Später arbeitete er als Zeichenlehrer am kantonalen Gymnasium in Zürich. Sein Werk umfasst Ölgemälde, Wandmalereien (Fresken), Zeichnungen, Aquatinten/Radierungen und Holzschnitte. Daneben arbeitete er als Plakatgestalter, Bühnenbildner und Illustrator für Schulbücher.
Zu den erhaltenen datierten Plakaten gehören «Eidg. Turnfest» (1906), «Los Grisones» (1927) und «Arosa» (1939), die sportliche und touristische Themen behandeln. Hinweise besagen, dass Werke Stiefels in Museen in Lugano, Wuppertal und Zürich ausgestellt worden sein sollen.
Im familiären Bereich war er der Vater von zwei in den Quellen genannten Söhnen: Eduard Ludwig Stiefel, Mathematiker, und Kurt Günther Stiefel, der Rektor war.

