Edmondo Dobrzanski
Geboren 1914.
Gestorben 1997.
Edmondo Dobrzanski (1914–1997) wird in den Quellen als Maler vorgestellt, der expressionistische Themen mit einer informellen Bildsprache verband und sich der Darstellung der menschlichen Existenz und von Randfiguren widmete. Er wurde am 2. August 1997 in Lugano.
In der biografischen Notiz wird Fischenthal als Herkunftsort genannt.
Als Sohn von Stanislao, einem Wanderfotografen, und Elena wird seine Abstammung mit einer russisch-polnischen väterlichen Linie und einem mütterlichen Zweig beschrieben, der griechische, triestinische und spanische Wurzeln vereint. Nach einer Fotografenlehre im Atelier seines Vaters war er zwischen 1936 und 1942 Schüler von Aldo Carpi an der Accademia di Brera in Mailand.
Nach seiner Rückkehr in die Schweiz arbeitete er zwischen 1942 und 1950 als Illustrator für die Zürcher Zeitung Volksrecht. Virgilio Gilardoni stellte sein Werk 1958 vor; in den 1960er-Jahren stellte Dobrzanski in der Schweiz und in Italien aus. Die Notizen halten fest, dass sein Werk politische und soziale Realitäten aufnahm und eine Sensibilität für die Risiken erkennen lässt, die mit dem Missbrauch wissenschaftlicher Entdeckungen verbunden sind.
Zu den belegten Werken gehören datierte und signierte Arbeiten: «Bunker» (Öl und Collage auf Leinwand, auf der Rückseite 1950 datiert), «Natura morta, peperoni» (Öl auf Leinwand, auf der Rückseite 1965 datiert), «Difesa I» (Öl auf Leinwand, signiert und 1966 datiert), «Raum (Spazio)» (Öl auf Leinwand, 1968) und «Composizione» (Öl auf Leinwand, 1969).
In der biografischen Notiz wird ein «Fonds Dobrzanski, MVdC» erwähnt; die angeführte Bibliografie umfasst P. Del Giudice, Europa wo das Licht (1988). Die Gesamtheit der dokumentarischen Quellen (Biografie, Verkaufsnotizen, Archivbestand) ermöglicht es, einen Werdegang nachzuzeichnen, der auf Malerei und Illustration ausgerichtet war.

