Daniel Gallmann
Geboren 1959.
Daniel Gallmann, 1959 in Olten geboren, lebt und arbeitet mit seiner Familie in Oberbussnang im Kanton Thurgau (f1). Seine dokumentierte Besonderheit beruht auf einer täglichen und wiederholten Praxis: Seit mehr als vierzig Jahren malt er Tag für Tag dieselben beiden Motive — eine Anhöhe oder Landschaft (die «Pastorale») und eine Frau, die ihr Kind hält (f9). Diese Disziplin hat einer Quelle zufolge zu einem Korpus von rund 3'000 Gemälden geführt, das weiter anwächst (f10).
In formaler Hinsicht befolgt Gallmann genaue Regeln: Für Landschaften wählt er systematisch das Querformat, für Figuren das Hochformat, und er arbeitet ausnahmslos mit Acryl auf Holzfaserplatte im Format 40 × 35 cm (f11, f12). Die Beständigkeit dieses Verfahrens steht im Zusammenhang mit einer 1983 begonnenen thematischen Konzeption mit dem Titel «Figurenbild und Pastorale als Formen und Lebensformen» (f13).
Nach einer ersten Ausbildung an der Schule für Gestaltung Basel (1976–1980) setzte er sein Studium von 1981 bis 1988 an der Kunstakademie Düsseldorf fort, wo Eugen Gomringer und Franz Eggenschwiler als seine Lehrpersonen genannt werden (f2, f3). Während seines Aufenthalts in Düsseldorf erlangte er 1986 die Qualifikation des Meisterschülers (f4). Seine institutionelle Laufbahn umfasst mehrere Förderungen: ein Kunststipendium des Kantons Zürich für 1988/1990, einen Förderpreis der Schweizerischen Bankgesellschaft (UBS) im Jahr 1993 sowie Beiträge des Kantons Thurgau in den Jahren 1996 und 2006, wobei Letzterer als Berlin‑Stipendium bezeichnet wird (f5, f6, f7, f8).
Im Hinblick auf die Verbreitung seines Werks hat Gallmann seine Arbeiten in mehr als zwanzig Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und im Ausland gezeigt; seine Werke wurden unter anderem im Kunstmuseum Thurgau, im Kunstmuseum Singen und in Kirchen präsentiert (f20, f14). Die Notiz des Kunstmuseums Thurgau verweist zudem auf ein Ensemble, das als «Vier Gruppen à 12 Tafeln der 'Figurenbilder'» beschrieben wird (f23).
Eine 2025 erschienene Monografie versammelt Beiträge von Bazon Brock, Paolo Bianchi und Laura Vogt sowie fotografische Porträts von Francis Dercourt; die öffentliche Präsentation des Buches ist für Freitag, den 12. Dezember, im Bernerhaus in Frauenfeld angekündigt (f17, f18). Die dokumentierte kritische Rezeption hebt bei Gallmann eine auf Wiederholung, Egalisierung und kontinuierlicher Übung beruhende Praxis hervor, statt auf die Suche nach Spektakel und permanenter Innovation (f19).