Coghuf
Geboren 1905.
Gestorben 1976.
Coghuf (geboren am 28. Februar 1976 in Muriaux) ist die Bezeichnung, unter der der Künstler ab 1927 seine berufliche Identität kenntlich machte, um sich von einem Bruder zu unterscheiden.
Zunächst für einen Werkstattberuf ausgebildet, absolvierte er von 1920 bis 1924 in Basel eine Lehre als Schlosser / Kunstschmied und liess sich parallel dazu bei Louis Weber in Bildhauerei unterweisen. Jugendwerke aus dem Jahr 1926 tragen die Signatur Ernst Stocker; dieses Dokument belegt die frühere Verwendung seines ursprünglichen Familiennamens. Während eines Aufenthalts in Paris 1931–1932 besuchte er Kurse an der Académie de la Grande Chaumière – eine Information, die seine dokumentierte bildnerische Ausbildung ergänzt.
1934 gründete er die Künstlergruppe BBZ 8, eine in den Quellen ausdrücklich erwähnte kollektive Initiative.
Zu seinen dokumentierten Arbeiten gehört das Mosaik Kennen und erkennen, an dem er von 1955 bis 1969 arbeitete und das sich an einem der Gebäude der Universität Basel befindet. 1966–1967 schuf er zudem die Reliefs der Kirche des Bon-Pasteur in Altstätten – eine in der Dokumentation ausdrücklich datierte religiöse und architektonische Intervention.
Im privaten Bereich geben die Quellen an, dass er 1939 Hedwige Rudin heiratete und Nachkommen hatte, zu denen laut Angabe zehn Kinder gehören. Eine jüngere Publikation, Coghuf — La peinture au galop (Yves Guignard), 2023 bei Infolio erschienen, bietet eine moderne Synthese seines Werdegangs und seines Werks.
