Charles Menge
Geboren 1920.
Gestorben 2009.
Charles Menge (1920–2009) war ein Schweizer Maler, der am 16. Januar 2009 in Sitten verstarb. Sein Schaffen zeichnet sich durch technische und thematische Vielseitigkeit aus: Er widmete sich Landschaften, Stillleben und Genredarstellungen und arbeitete zudem in unterschiedlichen Formaten und auf verschiedenen Trägern, insbesondere in der Wandmalerei, der Mosaikkunst und der Illustration.
Diese Vielfalt zeigt sich sowohl in Staffeleibildern als auch in dekorativen und muralen Interventionen.
Seine Ausbildung begann in Genf: 1936 trat er in die École des Arts Industriels ein und setzte anschliessend seine Kurse an der École des Beaux-Arts fort, die unter der Leitung von Adrien Bovy stand. Seine erste bekannte Ausstellung fand 1944 in Sitten statt. Studienreisen führten ihn danach nach Florenz, Paris und in die Provence sowie nach Amsterdam und Leuven.
Zu seinen Auftritten im Ausland zählt eine Ausstellung in der Galerie Brand in Amsterdam im Jahr 1954.
In Belgien schuf er eine grosse Wanddekoration für das Universitätsrestaurant in Leuven. Nach seiner Rückkehr nach Sitten im Jahr 1955 führte er die Wanddekorationen der Knabenprimarschule des Collines aus. Zu seinen früheren Fresken gehört jenes in der Chapelle de Mâche aus dem Jahr 1948.
1964 heiratete er Rose-Marie Wenger. 1969 wurde er zum Ehrenritter des Ordens de la Channe ernannt – eine Auszeichnung, die von der Quelle als Dank für seine Unterstützung des Walliser Weinbaus wiedergegeben wird. 2008 wurde er zur Einweihung des Maison de la Culture von Savièse eingeladen und blieb kurz vor seinem Tod im Jahr 2009 im lokalen öffentlichen Leben präsent.
Nach seinem Tod organisierte die Stadt Sitten 2014 an verschiedenen Orten eine retrospektive Ausstellung, die seinem Werk gewidmet war. Die Dokumentation weist auf die Verbreitung von gefälschten Gemälden hin, die seinem Namen zugeschrieben werden – ein wichtiger Aspekt bei der Überprüfung von Zuschreibungen und Provenienzen. Ein lokaler Blog veranschaulicht zudem Verbindungen zwischen seinem Schaffen und der Weinbaulandschaft und erwähnt einen Sohn, Olivier Menge, der 1971 in Sitten geboren wurde.

