Cécile Wick
Geboren 1954.
Ihr Werk umfasst Fotografie, Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Video und Performance. Seit den 1980er-Jahren erforscht sie die Grenzen der Fotografie als Mittel der Darstellung. In der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts experimentiert sie mit der Camera obscura: Belichtungszeit und Unbeweglichkeit lösen das Bild aus der blossen unmittelbaren Momentaufnahme.
Anschliessend wendet sie sich digitalen Apparaten zu, die sie nutzt, um Bilder zu verwandeln und neu zu komponieren.
Weit davon entfernt, eine neutrale Wiedergabe des Sichtbaren anzustreben, bearbeitet Wick das Bild als offene Erfahrung, in die Wahrnehmung und Erinnerung eingreifen. Ihre fotografischen Serien und Zeichnungen spielen mit dem Erscheinen, dem Verlöschen und der Mehrdeutigkeit von Formen. Bis 2016 lehrt die Künstlerin an der Zürcher Hochschule der Künste; 2006 widmet ihr das Kunstmuseum Basel eine Einzelausstellung.
Seit 1998 entwickelt sie gemeinsam mit Peter Radelfinger Projekte für Kunst am Bau. Die Vielfalt der Medien bildet keine Abfolge voneinander abgeschotteter Perioden, sondern verweist vielmehr auf eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie sich das Bild bildet und verändert. Werke von Wick befinden sich in Schweizer Sammlungen, darunter in der Kunstsammlung der Mobiliar, die ihren Werdegang und ihre fotografischen Experimente dokumentiert.