Bernard John Bailly
Geboren 1949.
Bernard John Bailly versteht sich als Maler, der sich für die «Rehabilitierung der Landschaftsmalerei» einsetzt, und bezeichnet sich als «Widerständler gegen die Kunst, die manche zeitgenössisch nennen» – ein Anspruch, der eine der Figuration und dem Grossformat verpflichtete Praxis prägt.
Sein formales Credo lautet: «gross sehen, gross denken, gross machen», und er arbeitet hauptsächlich in sehr ausgedehnten Formaten von etwa 1,5 bis 3 Quadratmetern.
Er wurde am 12.
Neben seiner malerischen Praxis war er als Lehrer für visuelle Kunst tätig: von 1972 bis 1980 am CO de Budé und an der Ecole de culture générale (ECG) in Genf, anschliessend von 1981 bis 2014 am CO du Belluard sowie von 1983 bis 2014 am Collège Saint‑Michel – insgesamt mehr als dreissig Jahre Lehrtätigkeit auf der Sekundarstufe.
In seinen Verfahren verwendet er Kohlestifte zur Bearbeitung der Konturen – ein formales Mittel, das die Dokumentation ausdrücklich mit historischen Analogien in Verbindung bringt – und erneuert auf diese Weise die Linie in seinen Landschaften.
Zwei Motive kehren in seinem Werk regelmässig wieder: Berge sowie verdrehte oder gebrochene Bäume, wiederkehrende Elemente seines visuellen Vokabulars.
Die von ihm gewählten Sujets beziehen sich auf die lokale Landschaft – «des sujets d’ici pour un public d’ici» –: Dazu zählen insbesondere Les Gastlosen, die Freiburger Voralpen, der Sanetsch, die Region Château‑d'Oex, der Moléson oder der Lac de la Gruyère, die in den für seine Praxis charakteristischen Grossformaten behandelt werden.
Seine Arbeiten waren Gegenstand von Ausstellungen im Musée de Charmey, namentlich «La Jogne en grand format» (2014) und «Monuments de pierre – Janet et Bernard Bailly» (2024); zudem erwarb das Musée d’Art et d’Histoire de Fribourg 2020 Gemälde des Künstlers.
Darüber hinaus veröffentlichte er Table des Matières (Éditions Belzedicts, 1996) und schuf gemeinsam mit Carol Bailly die Illustrationen zu Face von Georges Savoy (Éditions Belpresse, 2001).