Zum Inhalt
Swiss Art GalleryGalerie & KunstverkaufSt-Prex · Schweiz
Verzeichnis & Künstler
Swiss Art Gallery · St-Prex

Anna Barbara Aemisegger-Giezendanner

Geboren am 29. Mai 1831 in Bendel, Ebnat-Kappel, Saint-Gall, Suisse.

Gestorben am 18. Oktober 1905 in Hemberg, Saint-Gall, Suisse.

Schweizerisch · Toggenburger Bauernmalerei · Aquarell, Zeichnung und ländliche Ansichten

Anna Barbara Aemisegger-Giezendanner, bekannt als «Babeli Giezendanner» (Bendel, 29. Mai 1831 – Hemberg, 18. Oktober 1905), ist die bedeutendste weibliche Vertreterin der Toggenburger Bauernmalerei des 19.

Jahrhunderts. Das Musée d’Orsay führt sie als Schweizer Künstlerin aus Ebnat-Kappel; das Toggenburger Museum bezeichnet sie als einzige Frau der frühen bäuerlichen Malerei des Toggenburgs.

Ihr Vater Josef Giezendanner, Lehrer und Landwirt, vermittelte ihr Schreiben und Zeichnen. Später arbeitete sie in Lichtensteig beim Lithografen Johann Georg Schmied. 1861 heiratete sie Ulrich Aemisegger.

Nach dessen Unfalltod 1873 ernährte sie ihre drei Söhne mit Handweberei, Taglohnarbeit und Auftragszeichnungen. Über viele Jahre führte sie ein wanderndes Leben im Toggenburg und zog von Hof zu Hof, um Häuser, Dörfer, Landwirtschaftsbetriebe und Viehbestände festzuhalten.

Ihr Werk besitzt heute hohen dokumentarischen Wert für die ländliche Kultur der Ostschweiz. Aemisegger-Giezendanner malte Alpaufzüge, Sennereiszenen, Bauernhäuser, Dörfer und Landschaften mit aussergewöhnlicher Genauigkeit. Im Unterschied zu vielen Appenzeller Bauernmalern legte sie grossen Wert auf Perspektive und präzise Architektur.

Authentische Werke sind häufig nicht signiert; Provenienz, stilistische Vergleichsarbeit und fachliche Expertise sind deshalb für Zuschreibungen besonders wichtig.

Ihre museale Rezeption ist gut belegt. Das Toggenburger Museum bewahrt und zeigt Werke von Babeli Giezendanner; auch das Museum Ackerhus in Ebnat-Kappel integriert sie in seine Sammlung zur Toggenburger Hauskultur. Eine ihrer «Alpfahrten» wurde 1956 im Kunstverein St. Gallen und 1957–1958 in der von der Smithsonian Institution organisierten USA-Wanderausstellung «Swiss Peasant Art» gezeigt.

2014 war sie erneut im Kunstmuseum St. Gallen und 2018 im Forum Würth Rorschach vertreten.

Die von Hans Büchler herausgegebene Monografie «Babeli 1831–1905. Heimat, Leben und Werk der Bauernmalerin Anna Barbara Aemisegger-Giezendanner» von 2004 ist die wichtigste moderne Referenz. Der Markt für gesicherte Werke ist inzwischen bedeutend: MutualArt verzeichnet 38 Auktionsergebnisse und nennt 26.819 USD für «Alpfahrt und Sennerei», 2017 bei Artcurial Beurret Bailly Widmer in St. Gallen verkauft.

Besonders gefragt sind gut dokumentierte Alpaufzüge und präzise identifizierte ländliche Ansichten.

Anna Barbara Aemisegger-Giezendanner

Verfügbare Werke

Derzeit ist in dieser Rubrik kein Werk verfügbar.

Swiss Art Gallery · Öffentlicher Kunstmarkt

Dokumentierte Auktionen

Dokumentierte öffentliche Referenzen. Schätzungen und Ergebnisse werden angezeigt, sofern verfügbar.

Zuschreibungen, Schulen, Nachfolger und Werke nach einem Künstler

Die Katalogzuschreibung und die veröffentlichten Preise bleiben erhalten. Diese Lose fliessen nicht in die Künstlerstatistiken ein.