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Swiss Art GalleryGalerie & KunstverkaufSt-Prex · Schweiz
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Augustin Meinrad Bächtiger

Geboren 1888.

Gestorben 1971 in Gossau (Schweiz).

schweizerisch · Münchner akademische Ausbildung mit Bezügen zum Jugendstil und zur deutschen Malerei des späten 19. Jahrhunderts · figurative Malerei und monumentale sakrale Dekoration.

Augustin Meinrad Bächtiger gehört zum Kunstleben der Ostschweiz im frühen 20. Jahrhundert. Nach dem Besuch der Gewerbeschule St. Gallen und einer Ausbildung in der Dekorationsmalerei setzte er seine Studien an der Münchner Kunstakademie und in der Lehrwerkstätte von Wilhelm von Debschitz fort.

Peter Halm, Angelo Jank und Franz von Stuck zählten zu seinen Lehrern. Die Ausbildung vermittelte ihm die akademische Tradition, den Jugendstil und die deutsche Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Zu Beginn seiner Laufbahn arbeitete er als Maler, Grafiker und Illustrator. 1912 gewann er den Plakatwettbewerb für das Eidgenössische Sängerfest in Neuenburg; im folgenden Jahr wurde auch sein Entwurf für die Bundesfeierpostkarte ausgezeichnet. 1914 war er an der grafischen Kunstausstellung in Leipzig und an der Schweizerischen Landesausstellung in Bern vertreten.

Diese frühen Arbeiten zeigen die Bedeutung des gedruckten Bildes für seine Ausbildung und Anerkennung.

Im Militärdienst in Graubünden lernte er die Landschaft des Engadins kennen. Nach dem Krieg lebte und arbeitete er in Samedan, bevor er eine Studienreise nach Frankreich und Spanien unternahm. Museen, Kathedralen und mediterrane Landschaften erweiterten sein Repertoire.

So entwickelte er eine Bildsprache, die Landschaftsmalerei, Figurendarstellung und monumentale Gestaltung miteinander verband.

1923 liess sich Bächtiger in Gossau nieder, wo er bis 1971 lebte und arbeitete. 1924 gehörte er zu den Gründern der deutschschweizerischen Sektion der katholischen Künstlervereinigung Societas Sancti Lucae. Die Kirchenmalerei wurde zu einem Schwerpunkt seines Schaffens, ohne Staffeleibilder, Aquarelle und grafische Arbeiten zu verdrängen.

Das Weltgericht am Gewölbe der Andreaskirche in Gossau ist ein herausragendes Beispiel seiner monumentalen Malerei. Die Komposition konfrontiert die Betrachtenden mit einer intensiven religiösen Bildwelt. 1943 schuf Bächtiger auch ein Wandgemälde für den Kapitelsaal des Professorenheims am Benediktiner-Kollegium Sarnen.

Die in ihrem architektonischen Zusammenhang erhaltenen Werke verdeutlichen eine Kunst, die auf den Massstab und die Nutzung des Gebäudes abgestimmt ist.

Seine Vertretung in öffentlichen Sammlungen ist präzise belegt. Das 2021 veröffentlichte Inventar der Kunstsammlungen des Bundes verzeichnet Auszug der Helvetier, entstanden vor 1946, unter SWB3 sowie vier Gemälde mit dem Titel Soldatenlied von 1937 unter den Nummern W2765 bis W2768. Als Standort wird das Sammlungszentrum Bern angegeben.

Diese Nachweise ermöglichen die Untersuchung seines Werks auch jenseits der kirchlichen Aufträge.

Der künstlerische Nachlass wird seit 1998 wissenschaftlich betreut und ist seit 2014 im Bächtiger-Archiv zusammengeführt. Dort werden Werke, Entwürfe, Korrespondenzen, Fotografien und biografische Unterlagen bewahrt und erforscht. Beata Ebnöthers Beiträge im Toggenburger Jahrbuch von 2008 und 2013 sowie die 1988 erschienene Monografie von Isabella Studer-Geisser und Daniel Studer bilden wichtige Grundlagen für das Studium seiner Laufbahn und seiner sakralen Malerei.

Auch seine Landschaften sind auf dem Kunstmarkt dokumentiert. Schuler katalogisierte Im Panixertal, Rotstock, ein signiertes Ölbild auf Leinwand von 40,5 × 52 cm, im März und erneut im Juni 2018. Die beiden Einträge weisen denselben Titel, dieselben Masse und dieselbe Beschreibung auf.

Sie sind daher nicht mit zwei verschiedenen Gemälden oder zwei bestätigten Zuschlägen gleichzusetzen.

Augustin Meinrad Bächtiger

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