Arnold Huggler
Geboren 1894.
Gestorben 1988.
Arnold Huggler (Brienz 1894–Zürich 1988), Sohn des Holzbildhauers Peter Huggler, zeichnet sich den Quellen zufolge als ein Künstler ab, der in der lokalen Tradition von Brienz ausgebildet wurde, bevor er seine Tätigkeit auf den Pariser Kontext ausweitete.
Seine Ausbildung verbindet handwerkliche Lehre und akademisches Studium: Er besuchte die Schnitzlerschule von Brienz (um 1909–1914) und anschliessend von 1919 bis 1922 die Académie Julian in Paris. In dieser Zeit wird er als Meisterschüler bei Henri Bouchard und Paul Landowski erwähnt (1922).
In Paris ansässig, eröffnete er 1923 sein eigenes Atelier und schuf Bronzen mit regelmässigen Inschriften (Signatur und Nummerierung der Abgüsse) sowie unterschiedlichen Giessereimarken. Erhaltene Exemplare zeigen Stempel wie « Cire Perdue Siot », « Cera Persa Brotal Mendrisio » oder « Cire perdue Paris Robecchi ».
Vermarktete Exemplare belegen limitierte Auflagen (z. B. « Junges Eseli », signiert und 1/10 nummeriert) sowie im Atelier datierte Werke (z.
B. « Otter », 1952, signiert und datiert).
Neben diesen Auflagen schuf Huggler öffentliche Werke in der Schweiz, für die einige wichtige Daten dokumentiert sind: eine Bronzebüste von Gotthelf (Rosengarten, Bern, 1933), ein Steinrelief « Artillerie » in Wangen an der Aare (1934), die als « Schaffhauser Bock » bekannte Bronzeskulptur für den Eingang des Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen (1938) sowie zwei junge Löwen aus Juramarmor für die Landenberg-Anlage in Zürich (1942).
Mehrere seiner Bronzen befinden sich auch in Museums- oder Privatsammlungen: Ein bronzener « Bär » (36 cm) wird im Kunstmuseum Bern aufbewahrt (Jahr 1921 angegeben), während weitere bekannte Exemplare aus Privatsammlungen und aus Auktionen stammen (z. B. Provenienz: Sammlung Dr.
Emil Kern).
Die einschlägige Bibliografie nennt eine Monografie von Gubert Griot, Arnold Huggler: Skulpturen (Zürich, 1954); biografische Einträge geben als letzte Ruhestätte den Friedhof Enzenbühl in Zürich an.
Diese Quellen bilden eine Grundlage für den Abgleich von Katalogangaben und Atelierauflagen, insbesondere hinsichtlich der Datierung der Bronzen und der Identifizierung der Giessereimarken.
Zur Identifizierung eines Abgusses sollten angesichts der bei den bekannten Werken beobachteten Varianten Signatur, Nummerierung, Giessereimarke und dokumentierte Provenienzen miteinander abgeglichen werden.