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Anna Maria Babberger-Tobler

Geboren 1882 in Flüelen (Schweiz).

Gestorben 1935 in Münsterlingen (Schweiz).

Schweizerin · Schweizer Kunst des frühen 20. Jahrhunderts · Malerei, Textilgestaltung und Hinterglasmalerei.

Porträt von Anna Maria Babberger-Tobler
Luzerner · Quelle · CC BY-SA 2.5Verkleinert; Bildausschnitt in der Anzeige.

Als Malerin, Dichterin und Textilgestalterin nimmt Anna Maria Babberger-Tobler eine eigenständige Stellung im künstlerischen Austausch zwischen der Zentralschweiz und Deutschland im frühen 20. Jahrhundert ein. Ihre Ausbildung begann an den Kunstgewerbeschulen in Luzern und Zürich; 1903 bildete sie sich in München, 1905–1906 in Paris weiter.

Malerei und angewandte Kunst waren damit von Anfang an eng verbunden.

In Florenz lernte sie August Babberger kennen, den sie 1912 heiratete. Das Paar lebte in Frankfurt am Main und später in Karlsruhe, wo August ab 1920 unterrichtete. Aufenthalte im Klausengebiet hielten die Verbindung zur Zentralschweiz und ihrem künstlerischen Umfeld lebendig.

Anna verfolgte ihre eigene Arbeit als Malerin und Autorin und führte zugleich Wandbehänge nach Entwürfen ihres Mannes aus. Malerei, Textilkunst und Literatur bildeten ergänzende Bereiche ihres Schaffens.

Die Hinterglasmalerei gehört zu den charakteristischen Schwerpunkten ihres Werks. Neben Blumenbildern und Stillleben entstanden Allegorien und Darstellungen der Jahreszeiten. Die auf der Rückseite einer Glasplatte ausgeführte Malerei verleiht Konturen und Farbflächen eine besondere Präsenz.

Einige ihrer Hinterglasbilder besitzen Hinterlegungen aus Gold- und Silberfolien, die wesentlich zur dekorativen Wirkung beitragen.

Georg Staffelbach würdigte sie 1951 als Wegbereiterin der Erneuerung der Hinterglasmalerei in der Innerschweiz. Seine Untersuchung bildet unter anderem Blumen- und Jahreszeitenkompositionen sowie ein Selbstbildnis ab. Diese Einordnung verankert Babberger-Tobler in der Geschichte einer von der Moderne neu aufgegriffenen Technik und erweitert den Blick über ihre Blumenmalerei hinaus.

Ihre literarische Tätigkeit belegt Ein Frühlingsspiel, eine 1926 bei Leo Wetzel in Karlsruhe erschienene Dichtung in drei Teilen, gewidmet den Schülerinnen und Schülern der Badischen Landeskunstschule. Das Buch verdeutlicht die Beziehungen zwischen ihrem Schreiben, der Bildwelt der Jahreszeiten und dem Umfeld der Kunstschule.

Vom 27. Oktober bis 24. November 1935 widmete ihr das Kunstmuseum Luzern eine Gedächtnisausstellung.

2023 zeigte das Museum ihr Werk erneut in der Sammlungsausstellung ABC der Bilder. Die Sammlung lesen. Die beiden fast neun Jahrzehnte auseinanderliegenden Präsentationen dokumentieren ihre dauerhafte Verankerung in der Luzerner Sammlung und Kunstgeschichte.

Ein Blumenstillleben von Babberger-Tobler ist im Auktionskatalog von Fischer Auktionen aus dem Jahr 2010 verzeichnet.

Anna Maria Babberger-Tobler

Verfügbare Werke

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