Evgeni Lvovich Rukhin (1943–1976), auch als Evgeny Rukhin bekannt, gehört zur sowjetischen nonkonformistischen Kunst. Während seines Geologiestudiums in Leningrad besuchte er zudem als Gasthörer Kurse an der Muchina-Schule. 1974 wirkte er an der Organisation der Bulldozer-Ausstellung in Moskau mit, einem wichtigen Ereignis unabhängiger Kunstpräsentation in der Sowjetunion.
Seine Malerei bezieht gebrauchte Materialien ein, deren Beschaffenheit selbst zum Thema wird. Das Museum AZ zeigt unter anderem Komposition mit Drähten von 1976. In der Sammlung Dodge des Zimmerli Art Museum verbindet eine unbetitelte Arbeit von 1975 Seil, Netz, reliefiertes Acryl und Holz auf Leinwand. Solche konkreten Gegenstände führen die Malerei zur Assemblage. Die Oberfläche bewahrt dabei Spuren früherer Verwendung und gewinnt eine ausgeprägte materielle Präsenz, die über die Darstellung eines blossen Gegenstandes deutlich hinausreicht.
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