Die 1958 in Köln geborene deutsche Malerin, Musikerin, Theoretikerin und Kritikerin Jutta Koether lebt und arbeitet zwischen Berlin und New York. Anfang der 1980er-Jahre engagierte sie sich in der Kunst- und Musikszene Kölns und schrieb für das Magazin Spex. Die Malerei bildet einen Schwerpunkt ihrer Arbeit, die sie mit Musik, Schreiben und Performance in Beziehung setzt; zudem arbeitet sie mit Musikerinnen und Musikern sowie Autorinnen und Autoren zusammen. Von 2010 bis 2024 unterrichtete sie Malerei und Zeichnen an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
Ihre Forschung gilt den Bedingungen der Produktion von Malerei, der Politik der Farbe – mit besonderem Augenmerk auf Rot – und dem Einfluss der zeitgenössischen Populärkultur auf den visuellen Ausdruck. Sie setzt sich mit dem männlich geprägten Erbe der Moderne und Postmoderne auseinander und beschreibt ihr Vorhaben als eine Umwandlung des «alten Kanons in einen Gegenkanon, durch Spiel und performative Strategien». Diese Verbindung von Malerei und Bezugnahme zeigt sich unter anderem in Nach Botticelli die Ausweidung (2007), einem Acrylgemälde auf Leinwand von etwa 435 × 489 cm, dessen rückseitige Inschrift es mit Zwischen Zwei Toden verbindet. Das Werk wird im Zusammenhang mit Zwischen Zwei Toden, Between Two Deaths, am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe im Jahr 2007 sowie mit If I can't dance, I don't want to be part of your revolution am Museum van Hedendaagse Kunst in Antwerpen 2007–2008 erwähnt.
2018 richten das Museum Brandhorst in München und das Mudam Luxembourg eine bedeutende Retrospektive ihres Werks aus; zu ihren Einzelausstellungen zählen auch jene im Museum Abteiberg 2019 und im Artium Museoa 2022. Darüber hinaus nimmt sie an internationalen Gruppenausstellungen und Biennalen teil, darunter 2006 und 2012 an der Whitney Biennial in New York. Ihre Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen des Whitney Museum of American Art, des Museum of Modern Art, der Nationalgalerie Berlin, des Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris und des Kunsthaus Zürich. 2025 erhält sie den Helen Frankenthaler Award for Painting, der von der Foundation for Contemporary Arts verliehen wird.
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Lempertz · Kornfeld
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In Auktionen dokumentierte Werke
Kornfeld · Los 647
Eternal Feminine & 3 Skulls (Cezanne)
Acrylic, gold pencil, synthetic resin, paper and plastic collage on canvas
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