Geboren : 1920Gestorben : 2007Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Österreich
Oswald Tschirtner wurde 1920 in Perchtoldsdorf geboren und starb 2007 in Maria Gugging bei Wien. Er lebte und arbeitete in der Gugginger Einrichtung. 1954 wurde er in die psychiatrische Klinik Maria Gugging aufgenommen. Er blieb dort und zog 1981 in das Haus der Künstler in Gugging.
Seine Zeichenpraxis wird als Reaktion auf eine Einladung und eine genaue Vorgabe des Motivs beschrieben. Mit Tusche auf Papier, oft in kleinem Format, reduziert er die Darstellung auf minimale Formen, die an der Grenze zur Abstraktion liegen. Menschliche Figuren erscheinen häufig als schematische, geschlechtslose Silhouetten, deren Arme und Beine direkt in den Kopf übergehen. Der Engel ist ein wiederkehrendes Motiv. Ein Blatt von 1994 mit dem Titel «Ein Engel» ist dafür ein Beispiel: Es wurde mit Feder und Tinte auf festem Velin ausgeführt und trägt das Monogramm des Künstlers. Ein weiteres Blatt, eine Feder- und Tintenzeichnung vom 8. Januar 1993, misst 15 × 10,5 cm.
Mehrere Einzelausstellungen prägten die Präsentation seines Werks: 1998 widmeten ihm die Collection de l’Art Brut in Lausanne, das Museum de Stadshof in Zwolle und das Rupertinum in Salzburg Ausstellungen; 2005 zeigte die Galerie Yukiko Koide in Tokio «New works by Oswald Tschirtner». 2020 widmete ihm das museum Gugging in Maria Gugging die Ausstellung «oswald tschirtner.! das ganze beruht auf gleichgewicht». Seine Werke befinden sich in den ständigen Sammlungen der Collection de l’Art Brut in Lausanne, des Centre Pompidou, des LaM, der Albertina in Wien und des museum Gugging. Zu den Publikationen über seine Zeichnungen gehören ein 1980 erschienenes Buch von Leo Navratil und Dieter Ronte sowie Das rote Zebra. Zeichnungen von Oswald Tschirtner, 1997 herausgegeben von Johann Feilacher.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Oswald Tschirtner sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
2 Referenzen sind bei Dobiaschofsky, Kornfeld dokumentiert. Jeder Eintrag verweist auf seine Quelle; die Beträge sind keine allgemeine Bewertung des Künstlers.
Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19