Bei Josef Herrmanstörfer (1817–1901) nehmen Tiermotive eine zentrale Stellung ein: Schon in seiner Jugend malte er Pferde und Kühe; hinzu kamen Jagdszenen, Landschaften mit Tierfiguren und einige Porträts. Ein biografischer Eintrag beschreibt seine Pferde als aufmerksam beobachtet und naturalistisch wiedergegeben. Seine Ausbildung begann an der Kunstschule in Nürnberg, wo er bei Albert Christoph Reindel Porträtmalerei studierte; ab 1842 setzte er seine Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in München fort. Er blieb in München ansässig und reiste wiederholt in die Oberbayerischen Alpen, um dort nach der Natur zu arbeiten, insbesondere in der Umgebung des Chiemsees und im Berchtesgadener Land. Der Eintrag erwähnt auch die Verwendung einer gedämpften Farbpalette.
Die in Münchner und Nürnberger Sammlungen verzeichneten Werke zeugen von der Vielfalt seiner Sujets und Arbeitsweisen: Das Münchner Stadtmuseum bewahrt ein Aquarell von 1848 mit dem Titel «Graf Egloffstein im Jagdkostüm», während das MStN in Nürnberg eine Gesamtansicht der Stadt von Süden verzeichnet, eine Bleistiftzeichnung, die um 1850 datiert wird. Herrmanstörfer nimmt 1876 an der Ausstellung im Münchner Glaspalast teil, 1878 an einer Ausstellung in Lübeck und anschliessend 1880 und 1890 an Ausstellungen in Bremen. Laut dem biografischen Eintrag der Galerie Jacobsa bringt ihm seine Teilnahme an einer Londoner Ausstellung im Jahr 1874 eine Medaille ein.
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Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19