Émile Deckers wurde an der Académie des beaux-arts in Lüttich und anschliessend in Paris bei Carolus Duran und Évariste Carpentier ausgebildet. 1904 erhielt er den ersten Preis für Anatomie und den ersten Preis für Malerei. Während des gesamten Ersten Weltkriegs war er an der Front; anschliessend wurde er zum Ritter des Kronenordens ernannt und erhielt die belgische Siegesmedaille sowie die Auszeichnung zur Erinnerung an die Verteidigung von Lüttich. 1921 liess er sich in Algier nieder. Auch nach Juni 1962 blieb er dort und verliess die Stadt erst 1966.
Deckers schuf grossformatige Ölporträts auf Leinwand, die häufig aus drei oder mehr Ansichten bestanden. Zu seinen Ausstellungsstationen zählen unter anderem 1922 der Salon du Vieux Chêne in Algier, 1925 die Galerie Saint-Girons und 1930 der Salon des artistes français in Paris. 1950 stellte er im Salon des artistes orientalistes algériens in Algier aus. Zu den erwähnten Werken zählen ein Kreuzweg von 1928 in der Kirche von Ensival sowie im Musée national des beaux-arts d’Alger Paysage de l’Ouarsenis und Le cantonnier de Laghouat, ein Werk in Kohle und Pastell. Museen in mehreren Städten bewahren Werke des Künstlers, darunter in Paris, Brüssel, Lüttich, Bern und Zürich.
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