Geboren : 1919Gestorben : 2018Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Frankreich
Der französische Maler, Grafiker, Schriftsteller und Komponist Michel Ciry widmete sich gleichzeitig mehreren künstlerischen Tätigkeiten, von der Druckgrafik bis zur Musik und zum Schreiben. Er wurde 1919 in La Baule geboren und starb 2018 in Varengeville-sur-Mer. Während seines Studiums an der École des Arts appliqués Duperré in Paris von 1934 bis 1937 schuf er 1935 seinen ersten Kupferstich; 1938 stellte er im Petit Palais aus und wurde 1941 Mitglied der Société des peintres-graveurs français.
Die Druckgrafik nimmt in seinem Werk eine zentrale Stellung ein: Er arbeitete mit dem Grabstichel, der Radierung und der Kaltnadel, Techniken, denen die Quelle unterschiedliche Wirkungen zuordnet und beim Grabstichel eine scharfe, bissige Linie, die der angestrebten Intensität entspricht. Zu seinem Werk gehören insbesondere Folgen für Bücher: zehn Radierungen für La Reine morte und dreißig Kaltnadelradierungen für La Relève du matin von Henry de Montherlant sowie sechsundvierzig Kaltnadelradierungen für Sylvie – Souvenirs du Valois von Gérard de Nerval. Seine erste Lithografie schuf er 1955. Die Landschaftsmalerei tritt in seinem Werk auf, als er zur Malerei zurückkehrt: La maison du père Joseph wurde 1956 in der Galerie Charpentier ausgestellt, und diese Landschaftsrichtung setzte sich in seinem Werk fort. Zu den vom Art Institute of Chicago verzeichneten Werken gehört Rooftops under the Snow aus dem Jahr 1940. Seine Aquarelle und Zeichnungen wurden 1961 im Palais des Beaux-Arts in Brüssel und 1965 in der Galerie de France gezeigt; der Katalog der letztgenannten Ausstellung enthält ein Vorwort von François Mauriac.
Parallel zu seiner künstlerischen Ausbildung studierte Ciry ab 1938 bei Nadia Boulanger Komposition; seine Kompositionen wurden 1951 und 1952 bei den Festivals in Darmstadt und 1957 beim Festival in Donaueschingen aufgeführt. Das Schreiben nahm unter anderem die Form eines 1942 begonnenen Tagebuchs an, von dem die Quelle 36 veröffentlichte Bände verzeichnet. 2000 gründete er gemeinsam mit Freunden den internationalen Druckgrafikpreis Michel-Ciry. 2012 wurde in Varengeville-sur-Mer ein seinem Werk gewidmetes Museum eröffnet, in einem Anbau an sein Anwesen, in dem mehr als hundert seiner Werke gezeigt werden.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Michel Ciry sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
25 Referenzen sind bei Dobiaschofsky, Genève Enchères, DognyAuction, Piguet dokumentiert. Jeder Eintrag verweist auf seine Quelle; die Beträge sind keine allgemeine Bewertung des Künstlers.
Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19