Geboren : 1913Gestorben : 2000Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Frankreich
Der 1913 in Paris geborene französische Maler Georges Rohner entwickelte eine Praxis, die von der Malerei über Wandmalereiprojekte bis hin zu Tapisserie und Mosaik reicht. Zu den dokumentierten Arbeiten zählen Wandmalereien in Guadeloupe und Paris, mehrere nach seinen Entwürfen von der Manufaktur Pinton gefertigte Wandteppiche sowie ein Außenmosaik. Dem Verzeichnis zufolge stirbt er im Jahr 2000.
Seine Ausbildung beginnt 1929 an der École des Beaux-Arts, nachdem er laut seiner Biografie die Museen des Louvre und des Luxembourg entdeckt hatte. Im folgenden Jahr tritt er in das Atelier von Lucien Simon ein, wo er unter anderem Humblot, Jannot, Lasne, Pellan, Brayer, Civet, Fontanarosa, Fillacier, Albert Rémy und Chauffrey begegnet. 1934 werden seine Werke in den Salons des Indépendants und des Tuileries gezeigt. Danach verbringt er im Rahmen seines Militärdienstes zwei Jahre in Guadeloupe; 1935 führt er dort Wandmalereien am Hôtel de ville von Basse-Terre aus. In Paris beteiligt er sich an den ersten Ausstellungen der Gruppe Forces Nouvelles in der Galerie Billet-Worms. 1936 nimmt er am Salon de la Nouvelle Génération in der Galerie Carpentier teil und zeigt seine erste Einzelausstellung in der Galerie Billet-Worms. 1940 wird er mobilisiert und in Trier im Stalag XII festgehalten. Er schmückt die Kapelle des Lagers aus und bewahrt den auf 1941 datierten « Christ des prisonniers ».
Die Tapisserie bildet einen weiteren Bereich seines Schaffens. 1943 entwirft er den Karton für « Autumn » und ein Probestück, das in der Manufaktur Pinton in Felletin-Aubusson gewebt wird. Dieselbe Manufaktur webt später « À la gloire des armées de Paris », das 1952 für das Hôtel des Invalides bestimmt ist, und 1954 « Polytechnique » für die École polytechnique. Zu seinem Werdegang gehören auch Präsentationen und Aufträge in verschiedenen Zusammenhängen: 1948 zeigt er seine Arbeit an der Biennale von Venedig, 1958 führt er eine Wandmalerei im Lycée Hélène-Boucher in Paris und eine weitere mit dem Titel « Youth » im Centre technique de Cachan aus. 1962 erstellt er das Außenmosaik « Iron » für das collège technique von Bourges. 1959 wird Rohner zum Unterrichten an der École des Beaux-Arts berufen und erhält die Légion d’honneur. 1962 wird er Professor für Zeichnen und Farbe an der École des arts décoratifs.
1968 wird er zum Mitglied der Académie des beaux-arts gewählt und nimmt den ehemaligen Sitz von Ingres ein. Retrospektiven zur Gruppe Forces Nouvelles und zu seinem Werk finden 1980 und 1987 statt: 1980 organisiert das musée d’Art moderne de la Ville de Paris eine Retrospektive von Forces Nouvelles, und Rohner beteiligt sich an « Les Réalismes 1919-1939 » im Centre Georges Pompidou; 1987 wird eine Retrospektive seines Werks im musée des Beaux-Arts de Quimper gezeigt. 1982 erwirbt das musée d’Art moderne du Centre Pompidou zwei Zeichnungen. 1988 erwirbt der Staat das Gemälde « Rue Bonaparte » für das musée Gaston-Rapin de Villeneuve-sur-Lot. 2000 wird in der Chapelle des Ursulines de Lannion eine Retrospektive organisiert. Der Biografie zufolge stirbt Rohner am 3. November desselben Jahres im Alter von 87 Jahren in Lannion.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Georges Rohner sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
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Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19