
Buchenwald
Öl auf Leinwand
Auktionsdatum : 2022-06-02
Veröffentlichtes Ergebnis : 21420 EUR
Einschließlich Käuferaufgeld
Schätzung : 8000
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Walther Bötticher gehört zum deutschen Expressionismus. Sein Werk zeichnet sich durch ein Verhältnis zur Natur aus, in dem sinnliche Beobachtung mit einer dekorativen Auffassung der Malerei in Einklang steht. 1885 in Hagen geboren, entdeckt er noch als Gymnasiast den Expressionismus im Museum Folkwang der Stadt, insbesondere anhand der Werke von Christian Rohlfs und Emil Nolde. Ein Kommentar zu seiner Arbeit beschreibt seine Landschaften als Ergebnis einer zugleich leidenschaftlichen und konstruktiven Aufmerksamkeit. 1906 studiert er an der Kunstschule in Weimar, danach an der Debschitz-Schule in München, die den angewandten und freien Künsten gewidmet ist. 1910 lässt er sich in Berlin nieder und kommt mit Emil Nolde und der Gruppe Die Brücke in Kontakt; deren Einladung, Mitglied zu werden, schlägt er aus. Im folgenden Jahr kehrt er nach Hagen zurück.
Neben seinen Gemälden schafft Bötticher zahlreiche Druckgrafiken, Zeichnungen, Holzschnitte und Linolschnitte. Zu den wiederkehrenden Motiven gehören Badende, Reiter und weidende Kühe sowie biblische Themen. Zu den verzeichneten Werken gehören Kühe auf der Weide, datiert auf 1912, und Bußprediger von 1913, das sowohl als Gemälde als auch als Linolschnitt erwähnt wird. Else Lasker-Schüler erzählt Märchen ist ebenfalls als Gemälde aufgeführt. Nach seiner Rückkehr nach Hagen wird seine Arbeit in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und erscheint in mehreren Zeitschriften, darunter Cicerone, Kunstchronik, Die Rheinlande und Xenien. Er nimmt 1911 und 1915 an den Ausstellungen des Museum Folkwang in Hagen sowie 1912 an der Sonderbund-Ausstellung in Köln teil. 1914 wird ihm im Rahmen einer grossen Werkbund-Ausstellung in Köln die Wandgestaltung des Hagener Saals anvertraut.
Werke Böttichers werden für die Sammlung der Moritzburg in Halle erworben und befinden sich im Osthaus Museum Hagen, im Museum Folkwang in Essen und in der Kunsthalle Mannheim. Einige werden 2018 auch im Museum Georg Schäfer in Schweinfurt und im Max Pechstein Museum in Zwickau gezeigt. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs eingezogen, verwundet und danach erneut an die Front geschickt, stirbt Bötticher 1916 im Alter von einunddreissig Jahren an der Somme. 1937 werden zahlreiche Werke des Künstlers im Rahmen der nationalsozialistischen Aktion «Entartete Kunst» aus deutschen Museen beschlagnahmt; ein grosser Teil wird zerstört.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Walther Bötticher sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
Lempertz
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Öl auf Leinwand
Auktionsdatum : 2022-06-02
Veröffentlichtes Ergebnis : 21420 EUR
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