Geboren : 1921Gestorben : 2014Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Frankreich
Der 1921 in Paris geborene und 2014 in Cannes verstorbene französische Maler Claude Alfred Schürr entwickelt ein Werk, in dem das Motiv aus den Beziehungen der Farben entsteht, ohne je an Bedeutung zu verlieren. Die Galerie Gantois beschreibt seine Malerei als Komposition aus farbigen Flächen, deren Zeichnung die Formen ordnet, und verortet sie im Umfeld des Postkubismus. Akte und Interieurs stehen neben Landschaften, die besonders präsent sind und von Reisen in Europa inspiriert wurden. Schürr fasst seine Arbeitsweise mit der Erklärung zusammen, dass ihm die Farbflecken helfen, sein Motiv zu finden, und betont zugleich, dass dieses für ihn unverzichtbar bleibt.
Seine Ausbildung beginnt bereits in der Jugend mit Abendkursen im Aktzeichnen und im Gipsformen; von 1938 bis 1942 studiert er an der École des Beaux-Arts de Paris in den Ateliers von Nicolas Untersteller und Fernand Sabatté. Von 1949 bis 1950 hält er sich als Stipendiat der Casa de Velázquez in Madrid auf.
Seine Präsenz im Kunstleben ist ab 1940 durch seine Teilnahme am Salon des indépendants in Paris belegt. 1946 stellt er in der Galerie Bruno in Paris und in der Galerie Georges de Braux in Philadelphia aus. 1988 zeigt die Galerie Jean Tour Ballade hollandaise, eine Gruppe von fünfunddreissig Gemälden über Amsterdam, Den Haag, Dordrecht und Delft. Von Juni bis September 2006 findet im Palais de l’Europe in Menton eine Retrospektive seines Werks statt.
Die Illustration bildet einen weiteren Bereich seines Schaffens: 1961 illustriert er Le lit à colonnes, gefolgt von La lettre dans un taxi, von Louise de Vilmorin; 1965 schafft er neunzehn Original-Lithografien für Provence, terre des dieux von Marie Mauron. In Valenciennes gestaltet er ausserdem Soleils, zwei Mosaiktafeln für ein Collège d’enseignement secondaire. Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen: Les Bigoudens von 1957 im Musée des Beaux-Arts d’Angers, Le port de Dunkerque von 1952 im Musée de Louviers und La mère de l’artiste, ein Ölgemälde auf Leinwand von 1945, im Musée national d’art moderne in Paris.
Ab 1952 unterrichtet Schürr an der Académie Julian, ab 1956 dann an der École des Métiers d’Art; von 1962 bis 1968 ist er Mitglied der Jury der École nationale supérieure des beaux-arts. 1969 gründet er mit Jean-Maxime Relange die Académie de Port-Royal, deren Gründungsdirektor er laut Galerie Gantois ist. Die Galerie Gantois gibt an, dass er 1981 zum Peintre officiel de la Marine und 1986 zum Peintre officiel de l’Air et de l’Espace ernannt wird.
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