Geboren : 1927Gestorben : 2015Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Österreich
Bei Franz Grabmayr, einem 1927 in Pfaffenberg nahe Obervellach geborenen österreichischen Maler, entsteht die Landschaft aus der längeren Beobachtung des Motivs und wird durch einen physischen Eingriff auf der Leinwand gestaltet. Motive aus der Natur begleiteten ihn während seiner gesamten Laufbahn; in den 1980er-Jahren entwickelte er ein «mobiles Atelier»: Er liess sich mit dem Traktor um seine Motive herumfahren und stand dabei mit Staffelei und Farbtöpfen auf einem Anhänger. Seine von Cézanne inspirierte Palette stützt sich insbesondere auf die in der Natur beobachteten Grün- und Ockertöne. Er konnte bis zu 100 kg Farbe auf einer Leinwand auftragen, wobei er die Schichten mit dem Spachtel auftrug; zudem mischte er vor Ort gesammelte Materialien darunter, etwa Getreidehalme, Sand oder Asche. Die dicken Schichten, nebeneinander aufgetragen oder übereinandergeschichtet, kratzte er manchmal rasch wieder ab, wenn sie ihm nicht zusagten. Diese Kraft der Geste war keine unvorbereitete Ausführung: Ihr ging, der Beschreibung seiner Arbeitsweise zufolge, eine lange Betrachtung des Motivs voraus. Die Malerei verbindet so die Aufmerksamkeit für den Ort mit wiederholten Bearbeitungen des Materials.
Das Werk *Roter Sand* aus dem Jahr 1987 bezeugt konkret die Verwendung von in die Farbe eingearbeiteten Materialien: Der Werkbeschrieb bezeichnet es als Öl auf Leinwand, mit Sand und Asche vermischt, auf der Rückseite mit «Grabmayr, 1987» signiert und datiert.
Bevor er sich ganz seiner künstlerischen Laufbahn widmete, verliess er die Baufachschule in Villach, absolvierte eine Ausbildung an der Lehrerbildungsanstalt Wien und unterrichtete anschliessend mehrere Jahre in St. Jakob in Rosental. Eine Quelle verortet seine Tätigkeit später zwischen Wien und dem Waldviertel. 1984 zum Honorarprofessor ernannt, erhielt er 2008 den Kulturpreis des Landes Niederösterreich. Er starb am 5. Mai 2015 in Wien.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Franz Grabmayr sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
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Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19