Gian Emilio Malerba, in Mailand geboren, studierte an der Brera bei Giuseppe Mentessi und Cesare Tallone. Er entwarf Werbeplakate und beteiligte sich 1922 an der Gründung der Gruppe Novecento. Seine Malerei entwickelte zunehmend eine feste, plastische Konstruktion der dargestellten Körper.
Maschere (1922), in der Galleria Nazionale d’Arte Moderna in Rom, versammelt drei Frauen und einen Harlekin in einem Innenraum. Das Ölgemälde hält die Szene durch einen engen Ausschnitt und kompakte Figuren gleichsam an; diese Wirkung gehört zum magischen Realismus. Einen anderen Massstab bietet der Frauenkopf im Castello Sforzesco, um 1917–1920: Graphit und Aquarell treffen auf einer Postkarte zusammen. Das sparsam gezeichnete Gesicht erscheint in Dreiviertelansicht und wirkt melancholisch. Der kleine Bildträger misst lediglich 91 auf 135 Millimeter.
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