Geboren : 1695Gestorben : 1768Dokumentierte Staatsangehörigkeiten : Deutschland
Der Künstler, bekannt als Christian Seybold, wird auch unter den Namen Johann Christian Seybold, Christian Seibold und Christian Seybald geführt. Seine der deutschen Feinmalerei zugeordnete Malerei konzentriert sich hauptsächlich auf Köpfe und Büsten. Seine detailreichen und realistischen Porträts stehen neben Charakterköpfen; die meisten seiner Werke werden den Tronien zugerechnet. Bei seinen Charakterköpfen wird auf den Einfluss von Balthasar Denner hingewiesen, während Jan Kupecký und Rembrandt im Zusammenhang mit seinen Selbstporträts genannt werden.
Zu seinen frühesten datierbaren Porträts gehört das nach 1723 und vor 1728 entstandene Bildnis des kaiserlichen Rats Johann Adam von Questenberg. Zwei in öffentlichen Sammlungen aufbewahrte Selbstporträts markieren den weiteren Verlauf seines Schaffens: Das 1747 in Öl auf Kupfer gemalte Werk befindet sich in den Uffizien in Florenz; das 1759 in Öl auf Leinwand gemalte Werk wird im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg geführt. Ein 1761 datiertes, in Öl auf Kupfer gemaltes Porträt seiner Tochter befindet sich im Liechtenstein Museum in Wien.
1749 wird Seybold zum Hofmaler von Maria Theresia von Österreich ernannt. Die Präsenz seiner Werke im Louvre, in den Uffizien und in der Eremitage zeugt von ihrer Verteilung auf mehrere grosse öffentliche Sammlungen. Sein Werk war Gegenstand von Studien zu seinen Porträts, Selbstporträts und Tronien, insbesondere in einer 2018 an der Radboud-Universität Nijmegen eingereichten Dissertation von Lilian Ruhe sowie in einem 2020 im Bulletin des Ungarischen Museums der Schönen Künste veröffentlichten Artikel.
Dieses Profil vereint Identitätsnachweise zu Christian Seybold sowie Gemälde, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier aus Auktionskatalogen.
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Dokumentarischer Text von SwissArtGallery auf Grundlage der genannten Quellen. Titel, Techniken und Hinweise werden in der Profilsprache angezeigt; der Originaltext des Katalogs bleibt im jeweiligen Eintrag zugänglich. Dokumentation aktualisiert : 2026-10-19