Auswahl der Swiss Art Gallery · Werk swissart-0099
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Le printemps au bord du lac des Quatre-Cantons
Referenz swissart-0099









Swiss Art Gallery
Das Werk im Detail
Diese Landschaft entfaltet eine weite und sehr durchdachte Vision der Schweizer Seenlandschaft: Auf den ersten Blick dreht sich alles um die Bewegung des Blicks. Der Feldweg, der die Wiese durchquert, die lichtdurchflutete Öffnung in der Mitte, die Ausrichtung der Stämme an den Seiten und die ruhige Fläche des Vierwaldstättersees bilden eine tief orchestrierte, fast atmende Szene. Walter Küng bevorzugt hier ein subtil ausgewogenes Verhältnis zwischen botanischer Präzision und atmosphärischem Gefühl. Das Laub ist geduldig modelliert, die weißen Blüten fangen das Licht ein, während der Hintergrund in einem bläulichen Nebel verschwimmt, der die Präsenz der Berge mildert. Das Ganze bewahrt eine große Lesbarkeit ohne Steifheit: Die Waldmassen rahmen die Sicht ein, schließen sie jedoch nicht ein; sie betonen vielmehr die Tiefe und die Öffnung.
Die Palette, dominiert von sanften Grüntönen, goldenen Gelbtönen und kalten Blautönen, situieren die Szene in einer Übergangssaison, zwischen klarem Frühling und frühsommerlichem Beginn. Dieses klare, aber nicht grelle Licht verleiht dem Motiv eine Qualität der Schwebens. Die Landschaft ist nicht nur topografisch: Sie ist auch als Erfahrung der Distanz aufgebaut, mit einem kräftigen Vordergrund, einem pastoralem Mittelgrund und einem alpinen Horizont, der die Komposition fixiert. Das Ergebnis gehört zu dieser schweizerischen Tradition der beschreibenden Landschaft, in der die sorgfältig beobachtete Natur zum Bild von Ordnung und Klarheit wird.
Über den Künstler — Walter Küng, ein Schweizer Maler, geboren 1919 in Luzern und gestorben 2000, ist in mehreren Datenbanken und Katalogen als Schöpfer von Landschaften und regionalen Ansichten dokumentiert. Seine bekannten Werke zeigen eine ständige Verbundenheit mit den Motiven von Luzern, dem Pilatus, dem Vierwaldstättersee und den Alpen sowie mit floralen Themen. Das präsentierte Gemälde fügt sich natürlich in diese Praxis ein, durch sein Sujet, seine Struktur und seine Aufmerksamkeit für die Effekte der Natur.