Auswahl der Swiss Art Gallery · Werk swissart-0098

La cascade embrasée

Referenz swissart-0098
Verfügbar1950 CHFÖl · 123 × 96 cm
Swiss Art Gallery

Das Werk im Detail

In diesem Gemälde entfaltet Sergio Cecchi eine Landschaft, die sowohl konstruiert als auch schwebend ist, in der das malerische Material den Raum mehr entstehen lässt, als dass es ihn beschreibt. Der Blick wird sofort von dem kraftvollen Baum im Vordergrund angezogen, dessen dunkle Silhouette eine dramatische Vertikalität innerhalb eines niedrigen und bewegten Horizonts auferlegt. Um dieses Motiv herum organisiert der Maler einen Fluss von warmen Brauntönen, verbrannten Orangen, erdigen Gelbtönen und leuchtendem Grau, die dem Ganzen eine Resonanz des Saisonendes verleihen, als ob das Licht selbst sich auf den Ästen und Ufern niederlässt. Die Komposition beruht auf einem zarten Gleichgewicht zwischen Dichte und Atmung. Links bildet das Pflanzengeflecht einen fast taktilen Bildschirm; rechts wird die Landschaft leichter, entfernt sich und löst sich in einem goldenen Nebel auf. Die weißen Passagen, kräftig auf der Wasser- oder Uferlinie aufgetragen, führen einen fast klanglichen Akzent ein, einen Texturbruch, der die Szene belebt und ihr ihren inneren Rhythmus verleiht. Cecchi strebt hier nicht nach einer genauen Beschreibung eines Ortes, sondern nach dem Gefühl eines Ortes: einem Ufer, einem Rand, einem Moment wechselnden Lichts. Der Pinselstrich, variabel und sensibel, wechselt zwischen geglätteten Zonen und stärker ausgeprägten Reliefs. Der Himmel, weit und bewölkt, trägt voll und ganz zu dieser sanften Dramaturgie bei, mit seinen hellen und bernsteinfarbenen Massen, die zu halten scheinen einen Dämmerung oder eine fortgeschrittene Saison. Das Ganze wird von einer flexiblen, expressiven, niemals demonstrativen malerischen Schrift getragen, die die Atmosphäre der Anekdote vorzieht. Über den Künstler — Sergio Cecchi ist ein Maler des 20. Jahrhunderts, der allgemein mit Italien und der Schweiz verbunden ist und insbesondere in Genf aktiv war. Seine bekannten Werke zeigen ein ständiges Interesse an Stadtansichten, Ufern, Plätzen und Landschaften, die von Licht durchzogen sind, mit einer warmen Palette und einer freien Malweise. Dieses Gemälde fügt sich vollständig in dieses sensible Universum ein und öffnet gleichzeitig seinen Wortschatz zu einer stilleren und kontemplativeren Landschaft.