Auswahl der Swiss Art Gallery · Werk swissart-0095
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Bouquet de roses or
Referenz swissart-0095






Swiss Art Gallery
Das Werk im Detail
Dieses Stillleben konzentriert die Aufmerksamkeit auf einen Strauß gelber Rosen, der sehr nah am Betrachter platziert ist und sich von einem schwarzen Hintergrund abhebt, der seine Präsenz verstärkt. Das Motiv, auf den ersten Blick einfach, gewinnt hier an wahrer plastischer Dichte: Die Blütenblätter sind in dicken Schichten aufgebaut, die Blätter sind in sanften Massen verkürzt, und die Vase, auf das Wesentliche reduziert, dient vor allem als Ankerpunkt für eine sehr komprimierte Komposition. Das Ganze zieht seine Kraft aus dem Gegensatz zwischen der warmen Klarheit der Blumen und der Dunkelheit des umgebenden Feldes, ein Gegensatz, der jede Form zum Schwingen bringt, ohne auf überflüssige Details zurückzugreifen.
Die Malerei erfordert eine Nahsicht. Der breite Pinselstrich, manchmal fast skulptural, lässt die Geste und das Material erkennen. Die Rosen werden nicht botanisch für botanisch beschrieben; sie werden in Volumen, Spiralen und Lichtreflexen übersetzt. Diese Ökonomie des Details verleiht der Komposition sowohl einen unmittelbaren als auch einen konstruierten Charakter. Der sehr präsente goldene Rahmen begleitet diese Entscheidung mit einer diskreten Opulenz, als wolle er das Bild in eine klassische Tradition des Stilllebens einbetten und gleichzeitig eine entschieden moderne Malweise sprechen lassen.
Die sichtbar in der unteren rechten Ecke angebrachte Signatur verstärkt die Kohärenz des Ganzen. Nichts in den Fotografien widerspricht der Zuschreibung an Sergio Cecchi, einen Künstler, dessen bekannte Werke oft Ansichten von Genf, Straßen und Uferpromenaden bevorzugen, dessen Praxis der Tischmalerei sich jedoch auch ruhigeren Motiven zuwenden konnte. Hier wählt er ein intimeres, fast konzentriertes Register, in dem die helle Farbe zum eigentlichen Thema des Gemäldes wird.
Über den Künstler — Sergio Cecchi wird allgemein als ein 1921 in Venedig geborener und 1986 in Genf verstorbener Maler vorgestellt. Sein Werk, das vor allem für seine Stadtlandschaften und Schweizer Ansichten bekannt ist, verbindet eine lesbare Konstruktion mit einem freien Pinselstrich, der oft sehr sensibel auf Licht und Material reagiert. Dieses Stillleben bietet eine zurückhaltendere Version, die sich auf die physische Präsenz der Blumen und die Spannung zwischen dunklem Hintergrund und dem Glanz der Blütenblätter konzentriert.