Auswahl der Swiss Art Gallery · Werk swissart-0088

Le surfer

Le Boucher Corpaato
Referenz swissart-0088
Verfügbar300 CHFMischtechnik · 28 × 28 cm
Swiss Art Gallery

Das Werk im Detail

Mit seinen dicken Farbaufträgen und dem fast in die Materie verschmolzenen Horizont verdichtet dieses kleine Gemälde eine Geschwindigkeits-Szene zu einem sehr physischen Bild. Der Surfer wird nicht im Detail beschrieben: Er taucht vielmehr mitten in einem Meer aus Blau, Weiß und Schwarz auf, das fast mit ihm verschmilzt. Das Segel, das links positioniert ist, organisiert die Komposition mit einer unmittelbaren grafischen Kraft, während die Silhouette des Sportlers, auf einige Zeichen und einen Hauch von Rot reduziert, im Fluss des Elements gefangen bleibt. Das Interesse des Werkes liegt genau in dieser Spannung zwischen identifizierbarem Motiv und malerischer Auflösung. Alles dreht sich um Schub, Gleiten und Widerstand; die Malerei imitiert die Welle, so sehr sie auch deren Energie übersetzt. Der Name des Künstlers, der oben in der Komposition vermerkt ist, trägt voll zur Bildwirkung bei: Er ist nicht nur ein einfacher Authentizitätsmarker, sondern ein plastisches Element, das sich in das Sichtfeld integriert. Diese Frontalität, diese Art, das Schreiben zu einer fast narrativen Kante zu machen, ist konsistent mit einer Praxis, die den Gestus, die Lesbarkeit und eine Form von populärer Kraft annimmt. Das Werk lässt sich somit auf zwei Ebenen lesen: als Sport-Szene, die sofort zugänglich ist, und als Materialdemonstration, bei der die verdickte Malerei zum eigentlichen Sujet wird. Über den Künstler — Jean-Pierre Corpataux, bekannt unter dem Namen Le Boucher Corpaato, ist ein Schweizer Künstler, geboren 1950 in Freiburg. Ehemaliger Meistermetzger, der zum autodidaktischen Maler wurde, hat er ein Werk geschaffen, das durch seine körperliche Beziehung zur Materie und durch seine wiederkehrenden Themen, die mit der ländlichen Welt, Fleisch und den Freiburger Traditionen verbunden sind, unverwechselbar ist. Diese stark ausgeprägte Identität schließt keine Themenvariationen aus, wie hier das Motiv des Windsurfens zeigt, das mit der gleichen malerischen Offenheit und der gleichen beschreibenden Energie behandelt wird.